Das Sparbuch ist seit 2010 ein Verlustgeschäft

Wer 1000 Euro auf ein Sparbuch legt, verliert heuer laut Berechnung des liberalen Think-Tanks Agenda Austria real 14 Euro.

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Agenda Austria

Der liberale Think-Tank hat ausgerechnet, wie viel es bringt, 1000 Euro auf ein Sparbuch zu legen. Das Ergebnis ist ernüchternd: Seit 2010 verlieren Anleger Geld, wenn man Inflation mit einberechnet. Während ein Sparer im Jahr 2007 noch real 17 Euro Gewinn machte, wird er heuer voraussichtlich – bei unverändertem Zinssatz – 14 Euro verlieren. "Wirtschaftsforscher gehen 2017 von einer steigenden Inflation und weiterhin sehr niedrigen Zinsen aus, weshalb es zu einem der schlechtesten Jahre für Sparer seit Langem werden könnte", heißt es in einer Presseaussendung.

Es ist kein Wunder, dass angesichts solcher Nachrichten immer mehr Österreicher daran denken, ihr Geld zuhause zu sparen - laut Gfk-Studie immerhin 15 Prozent. Doch auch der Sparstrumpf ist keine gute Idee: Ohne die Sparzinsen wäre der Wertverlust noch größer. Die Agenda Austria rät den Österreichern, die mehrheitlich auf traditionelle Anlageformen setzen, zu alternativen Formen: Wer 2016 in ATX- oder DAX-Unternehmen investierte, erhielt laut dem liberalen Think-Tank im Durchschnitt immerhin eine reale Dividendenrendite von über zwei Prozent.

(Red.)

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