Mahnspesen bei Banken binnen zehn Jahren verdoppelt

Die Arbeiterkammer fordert eine Senkung der Verzugszinsen, Mahnspesen und Inkassogebühren.

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Hohe Mahnspesen – (c) imago/blickwinkel (imago stock&people)

Säumige Kreditnehmer müssen für Verzugszinsen und Mahnspesen in Österreich tief in die Tasche greifen. Die erste Mahnung kostet im Schnitt 29 Euro, die zweite und dritte je 50 Euro, geht aus einer Arbeiterkammer-Erhebung bei acht Banken in Wien hervor. Auf den Kreditzinssatz würden rund fünf Prozent Verzugszinsen aufgeschlagen. Die AK fordert nun eine Senkung der Mahnspesen und Inkassogebühren.

Die Mahnspesen sind im Zehn-Jahres-Vergleich laut Arbeiterkammer deutlich gestiegen: Die erste Mahnung habe vor zehn Jahren im Schnitt 15 Euro gekostet, heute seien es durchschnittlich 29 Euro. Für die erste Mahnung hätten die untersuchten Banken null bis 36 Euro in Rechnung gestellt, für die zweite 15 bis 75 Euro. Die dritte Mahnung kostete 20 bis 135 Euro. Die Staffelung der Mahnspesen ist laut den Konsumentenschützern rechtswidrig.

"Jede weitere Mahnung wird teurer und das ist unfair, da ja der Aufwand mit einer weiteren Mahnung nicht steigt", so AK-Konsumentenschützerin Gabriele Zgubic am Freitag in einer Aussendung. Die AK fordert die Banken auf, ihr Mahnwesen rechtskonform zu gestalten und verweist dabei auf entsprechende Urteile. Die Arbeiterkammer drängt die Banken auch dazu, die Verzugszinsen und Inkassogebühren zu senken. Die Verzugsaufschlagszinsen von fünf Prozent seien zu hoch und die Inkassokosten würden fast nie in einem angemessenen Verhältnis zur betriebenen Forderung stehen.

(APA)

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