„Zweitautos in Österreich sind Stehzeuge“

Zweitautos werden im Schnitt nur mehr 7190 Kilometer pro Jahr gefahren und sind nur 30 Minuten pro Tag im Einsatz. Ihre Zahl nimmt jedoch immer weiter zu.

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Fahrleistung von Zweitautos von privaten Haushalten – (c) Statistik Austria, VCÖ 2017, Asamer

Die Zweitautos von Österreichs Haushalten werden immer weniger gefahren, wie eine aktuelle Analyse des VCÖ auf Basis von Daten der Statistik Austria zeigt. Nur mehr 7190 Kilometer pro Jahr ist im Schnitt ein Zweit-Pkw unterwegs. Gleichzeitig nimmt die Zahl der Zweitwagen stark zu. Das bedeute ein großes Potenzial für Carsharing, auch in den Regionen, meint der VCÖ in einer Aussendung. Carsharing-Angebote können über Wohnhausanlagen und Gemeinden organisiert werden.

Im Jahr 2016 gab es in Österreich bereits rund 1,38 Millionen Zweitautos. Die Zahl der Zweitautos hat sich seit dem Jahr 2000 verdoppelt.

 

Gleichzeitig werden die Zweitwagen immer weniger gefahren, im Vorjahr im Schnitt nur mehr 7190 Kilometer, das sind um rund 1850 Kilometer weniger als vor zehn Jahren und um 1175 Kilometer weniger als im Jahr 2010.

Hohe Kosten für Zweitwagen

„Im Schnitt sind die Zweitautos rund eine halbe Stunde pro Tag im Einsatz, mehr als 23 Stunden am Tag sind sie keine Fahrzeuge, sondern Stehzeuge“, verdeutlicht VCÖ-Experte Markus Gansterer. In allen Bundesländern stehen Zweitautos viel, am meisten in Wien. Zweit-Pkw kosten Geld und verbrauchen viel Platz. Nebeneinander geparkt verbrauchen Österreichs Zweitautos eine Fläche von rund 22 Quadratkilometer, das entspricht der Fläche von 3670 Fußballfeldern.
 
Mit Carsharing können laut dem Verkehrsclub die Kosten für die einzelnen Haushalte deutlich reduziert werden. Mehr als 80 Prozent der Kosten machen Anschaffung und Instandhaltung des Zweitautos aus. „Früher wurde Carsharing nur als städtisches Angebot gesehen. Doch Carsharing ist auch für Regionen gut geeignet“, stellt Gansterer fest.
 
Wohnhausanlagen seien laut der Organisation für Carsharing prädestiniert. Für die Bewohnerinnen und Bewohner könnte ein Pool von Fahrzeugen zur gemeinsamen Nutzung angeschafft werden. Von Autos in verschiedenen Größen über E-Mopeds bis hin zu E-Fahrrädern und Transporträdern.

(red./herbas)

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