Urlaubseuro heuer um 18 Prozent mehr wert als zu Hause

Weiterhin liegt die Türkei an der Spitze der Topdestinationen. Erstmals seit 15 Jahren ist der Urlaubseuro in den USA weniger wert als in Österreich.

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Urlaub im Ausland rechnet sich meistens – (c) Clemens Fabry

Der Wert des Urlaubseuros für Österreicher liegt im Ausland im Sommer 2017 im Durchschnitt um 18 Prozent über seinem Wert im Inland. Am beachtlichsten sei allerdings die gegenläufige Änderung in den USA, wo der Urlaubseuro zum ersten Mal seit 15 Jahren weniger wert sei als in Österreich, analysiert Stefan Bruckbauer, Chefvolkswirt der UniCredit Bank Austria, in einer Aussendung. Dagegen dürfen sich Großbritannien-Urlauber nach dem Brexit freuen. Das monetär günstigste Urlaubsland ist die Türkei, das teuerste die Schweiz.

In vielen wichtigen Urlaubsländern der Österreicher war der Preisanstieg ähnlich wie in Österreich und auch die Wechselkurse blieben großteils relativ stabil. „Der Urlaubseuro kann im Sommer 2017 nicht von einer niedrigeren Inflation als in Österreich profitieren, denn die Preise stiegen in vielen Ländern in den letzten zwölf Monaten ähnlich wie in Österreich“, fasst Bruckbauer die Situation im Sommer 2017 zusammen. Allerdings gibt es Ausnahmen, wie etwa die Türkei oder das Vereinigte Königreich, aber auch einige Destinationen in Afrika, wo vor allem der Wechselkurs zu einem Anstieg des Urlaubseuros führte.

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Urlaubseuro – (c) UniCredit Bank Austria Economics, OECD, Eurostat, Statistik Austria

Urlaub in der Türkei deutlich günstiger

Unter den wichtigsten Urlaubsdestinationen der Österreicher bekommt man derzeit in der Türkei, in Ungarn und Kroatien am meisten für seinen Urlaubseuro, wobei der Wert in der Türkei sogar nochmals gestiegen ist. Der bevorstehende Brexit sorgt für eine Sondersituation im Vereinigten Königreich. „Wer seinen Urlaub heuer auf der Insel verbringt, kann aufgrund des Brexit mit einem tieferen Preisniveau als in Österreich rechnen“, so Bruckbauer. Noch sind die Preise im Vereinigten Königreich aufgrund der Abwertung nicht wesentlich stärker gestiegen als in Österreich, somit ist ein Urlaub in London so günstig wie zuletzt 2008.

In Übersee spielt die unterschiedliche Preisentwicklung kaum eine Rolle beim Wertvergleich für den Urlaubseuro, hier ist die Wechselkursentwicklung wichtiger. Daher zeigt Übersee ein differenziertes Bild. Die Aufwertung des Euros seit dem Sommer 2016 erhöhe den Urlaubseuro etwa in Nordafrika für den Touristen aus Österreich im Durchschnitt um beachtliche 16 Prozent verglichen mit vor einem Jahr, so die Bank Austria. Dagegen verlor der Urlaubseuro in Amerika, und zwar sowohl in Süd-, Mittel- als auch in Nordamerika, gegenüber dem Vorjahr an Wert. Allerdings ist der Urlaubseuro mit 97 Euro nur etwas weniger wert als in Österreich.

Unverändert teuer ist weiterhin der Urlaub in der Schweiz. Definitiv weniger für seinen Urlaubseuro als in Österreich bekommt man auch in Irland und Schweden.

 

(red.)

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