Britische Werbeaufsicht will sexistische Werbung verbieten

Kinder würden sich von Stereotypen in der Werbung beeinflussen lassen, sagt die Werbeaufsicht. Daher will sie strengere Regeln einführen.

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Immer öfter wird über Sexismus in der Werbung heftig debattiert. – (c) imago stock&people

Eine Familie verursacht Dreck und Chaos – der Vater ist überfordert, die Mutter sorgt für Ordnung. Oder: Mädchen träumen davon, Models zu werden, Jungen von einem Leben als Wissenschaftler. Oder: Eine durchtrainierte Frau fragt, ob man auch schon einen „Beach Body“ habe. Solche Motive sollen im der britischen Werbung künftig der Vergangenheit angehören, wenn es nach der Werbeaufsicht geht. Sie will Kampagnen, die mit stereotypen Geschlechterrollen arbeiten, grundsätzlich verbieten.

Die Experten begründen ihren Vorstoß damit, dass die Verbreitung "altmodischer und stereotyper Sichtweisen auf Geschlechterrollen in unserer Gesellschaft" vor allem für Kinder negative Folgen habe, berichtet die „Süddeutsche Zeitung“. Es schränke sie bei der Gestaltung ihrer Zukunft ein, da Kinder Stereotype verinnerlichen würden. Der Vorschlag könnte bereits im Jahr 2018 in Kraft treten.

Die Briten sind bei der Werbung ohnehin streng: Seit Juli gilt etwa eine verschärfte Beschränkung für ungesunde Lebensmittel („Junk Food“).

>>> "Sexistischer" Audi-Werbespot sorgt in China für Ärger

>>> Bericht auf „Sueddeutsche.de“

Werbung von damals - heute ein No-Go

 

(Red.)

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