Österreicher zahlten im September 1,5 Prozent mehr für Energie

Vor allem Heizöl und Sprit waren teurer als vor einem Jahr. Aber auch die Kosten für Fernwärme und Brennholz stiegen.

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Der preisdämpfende Effekt der Energiepreise auf die Verbraucherpreise insgesamt war im September nicht mehr gegeben. – dpa/Friso Gentsch

Österreichs Haushalte mussten im September um 1,5 Prozent mehr für Energie zahlen. Teurer als vor einem Jahr waren vor allem Heizöl und Sprit, aber auch Fernwärme, Brennholz und Pellets, geht aus dem von der Österreichischen Energieagentur berechneten Energiepreisindex (EPI) hervor. Billiger waren Strom und Gas.

Im Vergleich zum Vormonat August waren die Energiepreise im September ebenfalls um 1,5 Prozent höher.

Der preisdämpfende Effekt der Energiepreise auf die Verbraucherpreise insgesamt war im September nicht mehr gegeben. "Energie war im September weder Preisdämpfer noch Preistreiber", so Energieagentur-Chef Peter Traupmann. Seit Ende 2012 hat sich Energie fast immer preisdämpfend auf die Inflationsrate ausgewirkt - nur im Zeitraum Dezember 2016 bis April 2017 wirkte sie laut Energieagentur als Inflationstreiber.

Die Treibstoffpreise stiegen im September im Vergleich zu September 2016 um 5,2 Prozent und erreichten ein Fünf-Monats-Hoch. Superbenzin verteuerte sich mit einem Anstieg um 6 Prozent stärker als Diesel (plus 4,7 Prozent). Im Vergleich zum Vormonat August kostete Sprit um 2,7 Prozent mehr. Diesel war um 8,7 Cent je Liter günstiger als Superbenzin, so einen großen Preisunterschied gab es zuletzt Mitte 2016.

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Entwicklung des Energiepreisindex im Vergleich zum Verbraucherpreisindex seit dem Vorjahr. – APA

Strom deutlich billiger

Heizöl verzeichnete den stärksten Preisanstieg unter allen Energieträgern und war um 8,7 Prozent teurer als vor einem Jahr. Knapp vor Beginn der Heizsaison stiegen damit die Kosten für eine Tankfüllung: Für 3.000 Liter Heizöl mussten man mehr als 2.040 Euro zahlen, um 175 Euro mehr als im September 2016. Im August kostete eine solche Tankfüllung um 120 Euro mehr als im Jahr davor.

Fernwärme war im September um 2 Prozent teurer. Deutlich verbilligt hat sich Strom mit einem Preisrückgang um 5,3 Prozent. Gas kostete um 1,4 Prozent weniger.

Die Preise für feste Brennstoffe stiegen um 1,2 Prozent. Brennholz war um 1,8 Prozent teurer. Pellets kosteten um 1,5 Prozent mehr.

Im Monatsvergleich gab es im September Verteuerungen bei Fernwärme (+0,9 Prozent) und Brennholz (+0,5 Prozent) sowie festen Brennstoffen (+0,2 Prozent). Pellets verbilligten sich um 0,7 Prozent. Die Preise für Gas und Strom blieben den siebenten Monat in Folge unverändert.

(APA)

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