Wie kampflustig waren die Piraten wirklich?

Kulturwissenschaften. Fiktion oder Faktum? Die kampflustigen Piraten in Filmen spiegeln selten die Realität wider. Diese ist historisch jedoch nur schlecht dokumentiert. Auch eine Weltgeschichte der Piraterie fehlt bisher.

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Der Maler Jean Leon Gerome Ferris zeigte „Blackbeard“ und seine Männer im Kampf mit Robert Maynard, einem Leutnant der britischen Royal Navy. Tatsächlich schüchterten Piraten ihre Gegner aber meist lieber ein, um selbst Verluste zu vermeiden. – Jean Leon Gerome Ferris

Auf Hakenhände und Augenklappen wurde zwar verzichtet. Die Darstellung Jonny Depps als Captain Jack Sparrow in „Fluch der Karibik“ entspricht aber noch immer einem Klischee: der schmutzige Pirat als Hinweis auf die schlechten Hygienebedingungen an Bord der Schiffe. „Die saubere Strumpfhosenwelt von Schauspieler Errol Flynn in ,Unter Piratenflagge‘ der 1930er-Jahre ist längst vorbei“, sagt Eugen Pfister vom Institut für Kulturwissenschaften und Theatergeschichte der Österreichischen Akademie der Wissenschaften. Aber auch Jack Sparrow wirke überzeichnet, fast wie eine Karikatur. Und: „In den Filmen wird kein einziges Mal ein Schiff überfallen“, sagt Pfister.

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("Die Presse", Print-Ausgabe, 06.05.2017)

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