Das Scheitern des Kalifats

Vor 1300 Jahren begann im August 717 die arabische Belagerung Konstantinopels.

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Archivbild: Konstantinopel. – (c) Bilderbox

Der US-amerikanische Autor Harry Turtledove spielte 1989 in seiner Kurzgeschichte „Islands in the Sea“ mit der Idee einer arabischen Eroberung Konstantinopels im Jahr 717, die zu einer Dominanz des Kalifats in Osteuropa und zur Islamisierung anstelle einer Christianisierung der slawischen Welt führt. Doch auch jenseits solcher Spekulationen war der Versuch des Kalifats, das konkurrierende Imperium der Römer, als die sich die erst durch die neuzeitliche Forschung so bezeichneten Byzantiner verstanden, mit einem Schlag auszulöschen, eines der wichtigsten Ereignisse der Geschichte der Mittelmeerwelt.

Der Griff des Kalifats nach der Weltmacht

Noch 90 Jahre vor dem Jahr 717 schien die dauerhafter Vormacht des Byzantinischen Reiches nach dem siegreichen Abschluss eines fast 30jährigen Krieges gegen den traditionellen Erzfeind – das Perserreich der Sasaniden – gesichert. Doch schon bald nach dem Tod des Propheten Mohammed im Jahr 632 begannen die durch die islamische Religion geeinten arabischen Stämme mit Einfällen in die byzantinischen Provinzen in Palästina und Syrien und in das von den Persern beherrschte Mesopotamien und profitierten von der Schwächung der bisherigen Supermächte nach dem langen Krieg. Innerhalb von 20 Jahren eroberten die Araber das Perserreich zur Gänze und nahmen den Byzantinern ihre reichsten Provinzen in Syrien, Palästina und Ägypten ab. Es schien nur mehr eine Frage der Zeit, bis auch das Reich der Römer vernichtet und dem Kalifat die Weltherrschaft gehören würde.
Auch zur See wurde der Druck der arabischen Streitkräfte immer größer; schon in den 660er und 670er Jahren stießen die Schiffe des Kalifen Mu‛āwiya bis in die Gewässer um Konstantinopel vor. Eine immer noch in der Geschichtsschreibung tradierte, angeblich durchgehende arabische Belagerung der Hauptstadt in den Jahren 674 bis 678 hat allerdings die jüngere Forschung als ein Konstrukt späterer byzantinischer Chronisten entlarvt. Dennoch war die Lage des byzantinischen Reiches außerordentlich bedrohlich, sodass Kaiser Konstans II. im Jahr 664 sogar seine Residenz nach Sizilien verlegte. Eine gewisse Entlastung brachte eine der Überlieferung nach von dem aus Syrien geflohenen Architekten Kallinikos erfundene „Wunderwaffe“, das sogenannte „Seefeuer“ (griech. pyr thalassion, später als „Griechisches Feuer“ bezeichnet). Es handelte sich vermutlich um eine erdölhaltiges Gemisch, das in einem Kessel erhitzt und unter Druck gesetzt wurde, sodass es durch Rohre hinausgepresst, in Brand gesetzt und auf den Gegner verschossen werden konnte; da es auf dem Meer weiterbrannte und mit Wasser nicht gelöscht werden konnte, was es eine furchtbare Waffe gegen feindliche Schiffe. Gleichzeitig wurde das gegen Ende des 7. Jh.s vom Atlantik bis nach Indien reichende gewaltige Kalifat immer wieder durch Bürgerkriege zwischen verschiedenen Gruppierungen erschüttert, die den Byzantinern längere Atempausen gewährten.

Der Autor

Johannes Preiser-Kapeller (* 24. 8. 1977 in Zwettl/NÖ) studierte Byzantinistik und Neogräzistik sowie Alte Geschichte und Altertumswissenschaften in Wien. Seit 2007 an der Abteilung für Byzanzforschung des Instituts für Mittelalterforschung der Österreichischen Akademie der Wissenschaften und an der Universität Wien tätig. Zahlreiche Publikationen, auch für ein breiteres Publikum.

Im Herbst 2017 erscheint sein neues Buch „Jenseits von Rom und Karl dem Großen. Aspekte der globalen Verflechtung in der langen Spätantike, 300-800 n. Chr.“ im Mandelbaum-Verlag.

http://www.dasanderemittelalter.net/

In dieser Zeit begann eine Reorganisation der byzantinischen Verteidigung; die Reste der Feldarmeen wurden im letzten verbliebenen Kernland Kleinasien zum Zweck der Verteidigung in der Tiefe verteilt. Daraus entwickelte sich die Militärorganisation der „Themen“, wobei deren Strategen (Oberkommandierenden) allmählich auch die Zivilverwaltung in den unterstellten Provinzen übernahmen und dadurch zu den mächtigsten Männern im Reich nach dem Kaiser aufstiegen. Militärisch trug die neue Taktik, die an die gebirgige Landschaft Anatoliens angepasst wurde, dazu bei, dass es den Arabern nicht gelang, dauerhafte Eroberungen in Kleinasien zu machen. Allerdings erlagen manche der Strategen auch der Verlockung, auf ihre Truppen gestützt selbst nach dem Thron zu greifen. Und so wechselte in den zwanzig Jahren zwischen 695 und 715 der Kaiser in Konstantinopel nicht weniger als sechsmal.

Zwischenzeitlich aber konnte Kalif ‛Abd al-Malik ibn Marwān (reg. 685-705) die Zentralmacht im arabischen Reich wiederherstellen; er führte verschiedene Reformen durch und sorgte dafür, dass sich Arabisch als Verwaltungssprache durchsetzte und man an Stelle von Imitaten der byzantinischen Münzen nun Goldmünzen mit arabischer Aufschrift prägte. Bis zum Jahr 711 stießen die Araber sowohl nach Spanien als auch nach Sind (im heutigen Pakistan) und Transoxanien (Zentralasien) vor und erreichten allmählich die größte Ausdehnung ihres Weltreiches. Um aber tatsächlich die Herrschaft über die gesamte bekannte Welt zu beanspruchen, musste das Konkurrenz-Imperium der Römer ausgeschaltet werden; erneute rückte Konstantinopel in den Fokus des Kalifats.

Kriegsvorbereitungen und Spionage

Im Jahr 713 kam es wieder zu einem Staatsstreich in Konstantinopel; unter dem Namen Anastasios II. bestieg der hohe Beamte Artemios den Thron. Ihm war die Gefahr eines arabischen Angriffs auf Konstantinopel bewusst; um den Umfang der Bedrohung abzuschätzen, griff er zur Spionage. Der byzantinische Chronist Theophanes berichtet: „Und als die Araber zu Land und zur See gegen das Römische Reich rüsteten, sandte der Kaiser eine Anzahl von Würdenträgern zu [Kalif] Al-Walīd [I., reg. 705-715] in Syrien unter dem Vorwand von Friedensverhandlungen, (darunter auch) Daniel Sinopites, Patrikios und Eparch der Stadt (Konstantinopel), den er anwies, sich selbst im Hinblick auf den Feldzug gegen das Römische Reich und die Stärke des Feindes umfassend in Kenntnis zu setzen. Als dieser Mann (…) zurückgekommen war, berichtete er dem Kaiser von den großen Rüstungen der Land- und Seestreitkräfte. (Daraufhin befahl der Kaiser) dass jeder Mann Vorräte für sich selbst für die Dauer von drei Jahren anlegen sollte, und dass jeder, der nicht über die Mittel dazu verfügte, die Stadt (Konstantinopel) verlassen sollte. Er ernannte Aufseher und begann mit dem Seefeuer ausgerüstete Schiffe zu bauen. (…) Nachdem er die Stadt so stark wie möglich befestigt hatte, stapelte er eine große Menge an landwirtschaftlichen Erzeugnissen in den kaiserlichen Depots und sicherte sich auf diese Weise ab.“

Tatsächlich müssen die Rüstungsanstrengungen der Araber gewaltig gewesen sein, denn der Bedarf an Holz für Flotte und Kriegsmaschinen konnte offenbar nicht mehr nur aus den Ressourcen des Kalifats gedeckt werden; im Frühjahr 715 wurde Anastasios II. davon informiert, dass eine arabische Flotte von Alexandria in Ägypten aus an die kleinasiatische Küste nahe Rhodos gesegelt war, um dort Zypressenholz zu schlagen. Gegen sie entsandte der Kaiser eine Flotte, die auch mit Truppen des Themas Opsikion (im nordwestlichen Kleinasien) bemannt war. Doch wieder einmal kam es zu einer Rebellion; anstatt die arabische Flotte zu stellen, segelten die Truppen nach Hause zurück, stachelten das gesamte Thema Opsikion zum Aufstand an und marschierten mit dem Steuereinnehmer Theodosios als Kaiserkandidat an der Spitze gegen Konstantinopel. Anastasios II. wurde gestürzt und in ein Kloster in Thessalonike exiliert, Theodosios III. bestieg den Thron. Zur gleichen Zeit aber begannen die Streitkräfte des Kalifen Sulaymān ibn ʿAbd a-Malik (reg. 715-717) ihren Vormarsch gegen Konstantinopel, zu Lande und zu Wasser.

Das doppelte Spiel des Generals Leon

Die Araber entsandten eine große Armee nach Kleinasien, die die Vormarschroute nach Konstantinopel sichern sollte; das Kommando führte Maslama ibn ʿAbd al-Malik, der Bruder des Kalifen. Die Lage schien günstig für ein solches Unternehmen, denn die Herrschaft des neuen Kaisers Theodosios III. fand keineswegs allgemeine Anerkennung unter den Truppen Kleinasiens. Leon, der Stratege des Themas Anatolikon (im zentralen und südwestlichen Kleinasien), hielt Anastasios II. die Treue und fand bei den Truppen des Themas Armeniakon (in Nordostkleinasien) Unterstützung. Mit Leon trat aber auch Sulaymān, ein Unterfeldherr des Maslama, in Verbindung, und versuchte ihn, mit dem Versprechen der Kaiserkrone auf die arabische Seite zu ziehen. Theophanes schildert, wie Leon zum Schein auf dieses Angebot einging, tatsächlich aber die Zeit nutzte, um die wichtige Festung Amorion in Phrygien mit Truppen zu verstärken, damit sie nicht den Arabern in die Hände fiele. Dann setzte sich Leon mit seinen Getreuen in Richtung Konstantinopel ab; in der Stadt Nikomedia (heute Izmit) in Bithynien fiel ihm ein Sohn des Kaisers Theodosios III. und ein Teil des kaiserlichen Haushalts in die Hände. Dann marschierte er nach Chrysopolis auf der asiatischen Seite des Bosporus gegenüber Konstantinopel (heute der Stadtteil Üsküdar) und trat im Frühjahr 717 in Verhandlungen mit dem Kaiser; Theodosios III. sah seine Macht dahinschmelzen, und auf Vermittlung des Patriarchen Germanos verzichtete er auf den Thron und zog sich in den geistlichen Stand zurück. Leon (III., reg. 717-741) bestieg den Kaiserthron.

Maslama sah sich in seinen Hoffnungen, Leon als Instrument arabischer Interessen nutzen zu können, getäuscht; erzürnt marschierte er mit seinem gewaltigen Heer weiter gegen Konstantinopel. Im Frühjahr 717 eroberte er Pergamon. Von dort zog er nach Abydos und setzte über die Dardanellen nach Europa; am 15. August traf die arabische Armee nach der Verwüstung verschiedener Städte Thrakiens vor Konstantinopel ein. Entlang der gesamten mehr als sieben Kilometer langen Theodosianischen Landmauern ließ Maslama einen Graben und dahinter eine Befestigung errichten, um die Stadt zu blockieren. Gleichzeitig wartete er auf die Hauptflotte, die sein Bruder, der Kalif, inzwischen auf die Reise geschickt hatte; sie traf, nach Angabe des Theophanes mit 1800 Schiffen, am 1. September 717 nahe Konstantinopel ein und ging zwischen Kap Magnaura im Südwesten der Hauptstadt und Kyklobion (heute der Istanbuler Stadtteil Zeytinburnu) vor Anker. Zwei Tage später übernahmen verschiedene Einheiten der Flotte einen Vorstoß auf die Vorstädte von Konstantinopel und besetzten die Häfen von Eutropios und Anthemios auf der asiatischen sowie von Galata und Kleidion nördlich von Konstantinopel auf der europäischen Seite des Bosporus. Einige der schwerbeladenen Schiffe kamen allerdings gegen die Südströmung im Bosporus nicht an und wurden zurück gegen Konstantinopel getrieben; diese Gelegenheit nutzte der Kaiser für den Einsatz der mit dem Flüssigen Feuer bewaffneten Schiffe, die die feindliche Flottenabteilung gänzlich vernichtete. Theophanes schreibt: „Als Ergebnis davon fassten die Einwohner der Stadt Mut, während die Feinde sich furchtsam duckten, nachdem sie den wirksamen Einsatz des flüssigen Feuers erlebt hatten.“ Die „Wunderwaffe“ hatte den Byzantinern erneut wertvolle Dienste geleistet; die Araber nahmen von weiteren Angriffen zur See gegen Konstantinopel vorerst Abstand und zogen ihre Flotte nach Sosthenion (heute İstinye) auf der europäischen Bosporus-Seite weiter nördlich von Konstantinopel zurück.

Die Kälte des Winters und byzantinische Geheimdiplomatie

Auch dem Landheer des Maslama erging es in den folgenden Monaten schlecht; Theophanes schreibt: „Dieser Winter erwies sich als sehr streng in Thrakien, so sehr, dass man für hundert Tage den Erdboden nicht unter dem gefrorenen Schnee sehen konnte. Daher verlor der Feind eine Menge an Pferden, Kamelen und anderen Tieren.“ Diese Kaltperiode suchte offenbar ganz Europa heim und konnte sogar in Baumringen in den Alpen nachgewiesen werden; Eisbohrkerne aus Grönland deuten auf einen Beitrag von vulkanischen Eruptionen zu diesen Extremwintern hin.
Erst im Frühjahr 718 sollten zwei Flotten, eine aus Ägypten, die andere aus dem heutigen Tunesien, den ausgehungerten arabischen Truppen Nachschub bringen; gewarnt vor der Wirkung des Flüssigen Feuers, versuchten sie unbemerkt von den Byzantinern in Häfen in größerer Entfernung der Hauptstadt nahe dem Golf von Nikomedia in Kleinasien zu landen. Bei ihren Unternehmungen zur See konnten aber die Araber nicht auf erfahrene einheimische christliche Kräfte aus ihren Provinzen verzichten; und so befanden sich unter den Besatzungen beider Flotten auch christliche Ägypter. Einige von ihnen konnten nach Konstantinopel gelangen, wo sie den Kaiser über die beiden Nachschubflotten informierten. Leon III. entsandte seine Feuerschiffe, die in einem Überraschungsangriff beide arabischen Flotten vernichten konnten; Maslama wartete vergeblich auf Nachschub.

Die Araber versuchten deshalb, sich aus dem Land zu ernähren; nachdem das europäische Umland Konstantinopels aber schon weitgehend verwüstet war, landete eine arabische Abteilung in Pylai an der Küste Bithyniens und unternahm einen Plünderungszug bis hin nach Nikaia (heute Iznik) und Nikomedia. Doch dort gerieten die Araber in einen Hinterhalt der byzantinischen Truppen und mussten sich zurückziehen. Im arabischen Lager herrschte nun umso größere Not; Theophanes schreibt: „Die Araber litten unter schlimmem Hunger, sodass sie alle ihre toten Tiere verspeisten, nämlich Pferde, Esel und Kamele. Man sagt, dass sie sogar tote Menschen im Ofen kochten und aßen und ihre eigenen Exkremente, die sie (wie Brot) ansäuerten. Auch eine Seuche suchte sie heim und tötete eine große Anzahl von ihnen.“ Im Gegensatz dazu herrschte in Konstantinopel, das nach der Vertreibung der arabischen Flotte zur See versorgt werden konnte, kein Mangel.
Die Lage für Maslama und seine Truppen war also verzweifelt. Den letzten Schlag führte die byzantinische Diplomatie. Durch geschickte Verhandlungen gelang es den Gesandten des Kaisers, die Bulgaren, mit denen man sonst oft im Streit lag, auf ihre Seite zu ziehen. Die Bulgaren fielen dem arabischen Herr überraschend in den Rücken und töteten 22.000 Mann, wie Theophanes schreibt. Damit war Maslama de facto besiegt. Dies erkannte auch der neue Kalif ʿUmar ibn ʿAbd al-ʿAzīz, der im Herbst 717 in Damaskus auf Sulaymān, den Bruder des Maslama, gefolgt war; er befahl dem Feldherrn den Rückzug von Konstantinopel. Am 15. August 718, genau ein Jahr nach ihrer Ankunft, brachen die Araber ihre Lager ab und segelten nach Süden. Der abziehenden Flotte fügte ein Sturm weitere große Verluste zu; die Byzantiner schrieben auch diese Naturerscheinungen wie die gesamte Rettung ihrer Hauptstadt der Fürsprache der Muttergottes und dem Wirken Gottes zu.

Islamische Märtyrer und osmanische Sultane

Dieser Sieg steigerte das Prestige des byzantinischen Kaisers; in verschiedenen Texten insbesondere des christlichen Ostens wurde Leon III. zum großen Verteidiger des Christentums hochstilisiert. Weit weniger freundlich behandelte ihn aber die byzantinische Überlieferung, wurde er doch einige Jahre später zum „Urheber“ des gegen die Verehrung der heiligen Bilder gerichteten Ikonoklasmus, den die orthodoxe Kirche im 9. Jh. als Irrlehre verurteilte. Die Belagerung von 717/718 blieb aber der letzte Vorstoß der Araber, der Konstantinopel direkt gefährdete; zwar zeigten sie sich auch in den folgenden hundert Jahren immer wieder als überlegene Gegner, den Bestand des Reiches und seiner Hauptstadt als solchen konnten sie nicht mehr gefährden. Die Eroberung Konstantinopels wurde zur Hoffnung von Endzeiterwartungen, die sie als Zeichen des vollständigen Sieges des Islam deuteten. Ab der Mitte des 9. Jh.s zerfiel die Zentralmacht des Kalifats dauerhaft, und das Byzantinische Reich konnte für einige Zeit sogar zur Gegenoffensive übergehen, ehe im 11. Jh. mit den türkischen Seldschuken eine neue expansive islamische Macht auf dem Plan erschien.

Erst die türkischstämmigen Osmanen-Sultane sollten als Nachfolger der großen Kalifen-Dynastien Konstantinopel nach mehreren missglückten Versuchen am 29. Mai 1453 einnehmen. Unter den Toten, die bei den ersten Angriffen auf Konstantinopel im 7. Jh. zurückgeblieben waren, soll der islamischen Überlieferung nach auch Abū Aiyūb al-Anṣārī, der über 90jährige Bannerträger des Propheten Mohammed gewesen sein. Ihn verehrten die Muslime Istanbuls als Märtyrer, und über seinem Grab ließ Sultan Mehmed II. 1458 die Eyüp-Sultan-Moschee errichten. Sie erinnert bis heute an dieses gewaltige Ringen zwischen den Imperien des frühmittelalterlichen Mittelmeerraums um die Weltherrschaft.

Die Eyup-Sultan-Moschee.
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Die Eyup-Sultan-Moschee.
Die Eyup-Sultan-Moschee. – (c) Imago

 

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