Die Frauen auf dem Bahnsteig

12. September 1947, Bahnhof Wiener Neustadt. Frauen warten auf ihre Männer, die aus russischer Gefangenschaft heimkehren. Und ihre alten Rollen wieder aufnehmen.

Heimkehrer
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Die Frau als Medikament für die wunde Seele des Heimkehrers. Empfang auf einem österreichischen Bahnhof im September 1947. – (c) Picturedesk/ ONB Bildarchiv

Man sieht vielen dieser Männer an, dass sie in einem merkwürdigen Zwischenstadium leben: Sie sind nicht mehr Soldaten, obwohl sie, wenn sie aus den Zügen steigen, oft noch ihre Uniformen tragen, und sie sind noch nicht Zivilisten. Sie sind Heimkehrer. Kriegsgefangene Soldaten, die aus Lagern zurückkehren, sie prägen in den ersten drei Nachkriegsjahren die Realität im Land. Vor 70Jahren, am 12. September 1947, kam der erste organisierte Heimkehrertransport mit 1200 Männern aus Russland im Bahnhof Wr. Neustadt an. Viele wurden noch vermisst, die Sowjets ließen sich Zeit, die Letzten kamen 1955.

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("Die Presse", Print-Ausgabe, 08.09.2017)

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