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Land am Strom 5

Faire Strompreise

Steuern und Abgaben haben die Strom-

kosten in Österreich 2016 verteuert,

während die Kosten für Energie und Netz

sogar gesunken sind. Insgesamt sind die

Strompreise in Österreich ausgesprochen

stabil und wettbewerbsfähig. Der

Strompreis (inkl. Netz) sank von Anfang

2015 bis Ende 2016 von 12,61 auf 12,22

Cent pro kWh.

Der Gesamtpreis blieb aufgrund stei-

gender Abgaben- und Steuerbelastung

hingegen ziemlich konstant und stieg im

gleichen Zeitraum von 20,09 auf 20,10

Cent pro KWh.

Industrie profitiert

Bei den Industriestrompreisen liegt

Österreich deutlich unter dem EU-Schnitt

und ummehr als 7 Cent unter dem

Industriestrompreis Deutschlands.

Im Europa-Vergleich sind Österreichs

Industriestrompreise die fünftniedrigsten

der EU-15. Inklusive Steuern liegt

Österreich auf Rang 6 der EU-15. Der

Vergleich der Strompreise zeigt, dass es

am österreichischen Strommarkt faire

Preise und hohe Konkurrenz gibt.

Investitionen ins Netz

Die Bruttoinvestitionen in die Netz-

infrastruktur zwischen 2006 und 2015

betrugen über sechs Mrd. Euro. Bis 2030

sind weitere zehn Mrd. Euro geplant.

Mehr Erneuerbare

Der Ausbau der erneuerbaren Energien

ist eine gewaltige Aufgabe. Bis 2030 soll

die Stromerzeugung aus Windenergie

nach den Berechnungen für die Strom-

strategie von Oesterreichs Energie,

„Empowering Austria“, um 170 Prozent

steigen.

Kompetenzen entwickeln

Wirtschaft stärken

Smart Grids

Strommuss immer verfügbar sein, Strom aus erneuerbaren Energien aber ist dies

nur bedingt. Österreichs E-Wirtschaft und ihre Partner erforschen und erproben

die Zukunft der smarten Energieversorgung in Smart-Grids-Modellregionen in

Österreich, wo intelligente Stromnetze nicht mehr nur im Labor getestet, sondern

bereits in der Umsetzung geprüft werden. Insgesamt gibt es drei große Smart-Grids-

Modellregionen (Sbg,. Stmk., OÖ), mehrere kleinere Pionierregionen sowie fast ein

Dutzend urbane Smart-City-Projekte.

Beschäftigung

Die österreichische E-Wirtschaft beschäftigt rund 21.500 Mitarbeiter und

Mitarbeiterinnen. Durch die Digitalisierung benötigt die Branche in Zukunft viele

IT-Spezialisten und gut ausgebildete Mitarbeiter. Die E-Wirtschaft bietet zudem

Ausbildungsmöglichkeiten in rund zehn verschiedenen Lehrberufen an.

SmartMeter

Die Einführung der Smart Meter in Österreich tritt 2017 in eine entscheidende

Phase. Laut einer Erhebung zumStatus der Umsetzung der Projekte in Österreichs

E-Wirtschaft waren Ende 2016 rund fünf Prozent der vomRollout-Plan erfassten

5,5 Millionen Zähler bereits umgestellt. Im laufenden Jahr soll der Anteil der

installierten Smart Meter auf zwölf Prozent steigen. Insgesamt werden rund 1,8

Mrd. Euro investiert.

Innovation und Forschung

Die heimische E-Wirtschaft ist ein maßgeblicher Akteur der Energieforschung

unseres Landes. Die Schwerpunkte des Jahres 2016 lagen imBereich Speicher­

systeme, Energieeffizienz, erneuerbare Energiequellen, ökonomische und ökologi-

sche Aspekte der Energienutzung, Analyse des rechtlichen, ordnungspolitischen

Rahmens und in der Weiterentwicklung der Netzinfrastruktur hin zu smarten

Systemen. Weitere Schwerpunkte waren Datenschutz und Untersuchungen zur

Marktgestaltung.

Studien, Konzepte, Strategien

Mit umfassenden Studien auf wissenschaftlicher Basis legt Oesterreichs Energie

die Fundamente für dieWeiterentwicklung des Energiesystems unseres Landes.

Die Stromstrategie „Empowering Austria“ formulierte wichtigen Input für die

künftige Energie- und Klimastrategie, eine groß angelegte Studie zur Zukunft

der Ökostromförderung präsentierte Vorschläge für das bis Ende 2017 zu

beschließende neue Ökostromgesetz. Oesterreichs Energie schlägt für erneuerbare

Erzeugungsanlagen, die bis 2030 zusätzliche Kilowattstunden in das Stromsystem

einspeisen, ein Incentivierungssystem vor, das den Schwerpunkt auf die wett-

bewerbsorientierte Unterstützung durch variable Marktprämien legt.

WUSSTEN

SIE,

DASS

man bei Fernsehgeräten

der besten

Energieeffizienzklassen A+ oder A++ im

Vergleich zur Klasse B richtig Strom

sparen kann? Mit einem A+ Gerät bis zu

45 Prozent, mit einem A++ Gerät sogar

bis zu 60 Prozent. Bei einer durch-

schnittlichen Nutzung eines 55-Zoll-

Fernsehers reduziert das die Energie-

kosten bis zu 40 Euro pro Jahr.