Sport: Vergnügen, nicht ohne Risiko
„Fun & Risk“ ist das Motto der heurigen Sportärztewoche, bei der „Die Presse“ Kooperationspartner ist.
No risk, no fun? Nun denn, in Österreichs Bergen ereignen sich laut Kuratorium für Alpine Sicherheit jährlich 8000 bis 9000 Alpinunfälle mit Verdacht auf Fremdverschulden. „Aber wenn man bedenkt, dass in heimischen Bergregionen jährlich zehn bis zwölf Millionen Menschen unterwegs sind, liegt die Unfallzahl im Promillebereich, ist also wirklich nicht so enorm“, betont der Präsident des Kuratoriums, Karl Gabl.
Immerhin: Umgerechnet gibt es in der Höh' täglich an die 22 Unfälle, im vergangenen Winter sind 44 Personen im organisierten Skiraum ums Leben gekommen. „Dennoch überwiegt für die meisten die Freude am Alpin- und Wintersport“, meint Gabl und berichtet erfreut: „Bei den heimischen Kindern sind inzwischen bis zu 90Prozent mit Helm auf der Piste unterwegs.“ Bei den Erwachsenen nimmt die Quote der Helmträger zwar zu, das Sicherheitsdenken ist bei ihnen aber noch nicht so ausgeprägt.
Serie auf Gesundheitsseiten
„Fun & Risk“ ist denn auch das Motto der Sportärztewoche, die heuer zum 25.Mal in Zell am See über die Bühne geht (6. bis 11.Dezember). „Die Presse“ ist, wie schon in den vorangegangenen Jahren, wieder Kooperationspartner, das „Presse“-Kamingespräch am 10.Dezember wird sich dem Hauptthema „Fun & Risk. Gibt es noch Grenzen?“ widmen.
Auf den Gesundheitsseiten gibt es daher ab 24.November eine dreiteilige Serie. Themen: ein spezielles funktionelles Training, das individuelle Schwachstellen berücksichtigt; Training und Infektion; fun & risk.
Ist Risiko kalkulierbar?
„Wir haben für heuer wieder einen spannenden Mix aus brandaktueller Theorie, praxisorientierten Workshops und Diskussionsrunden vorbereitet“, erwähnt Dr. Erich Altenburger. Der Unfallchirurg und ÖSV-Teamarzt hat gemeinsam mit der Internistin und Sportmedizinerin Dr. Karin Vonbank die wissenschaftliche Leitung des Kongresses inne. Der Themenbogen spannt sich von „Trainingssteuerung bei Kindern“ und „Ist Risiko kalkulierbar?“ über „Psychologische Überlegungen zum Spaß- und Risikoverhalten“ bis „Vibrationstraining pro und kontra“ und „Training im Alter“.
Ein Highlight ein wenig abseits der Medizin wird sicher der Vortrag des Gletscherforschers Univ.-Prof. Dr. Michael Kuhn am 7. Dezember unter dem Titel „Fun & Risk am Gletscher“ aus der Sicht der Glaziologie und Risikoforschung sein. Hier geht es unter anderem auch um die Frage „Wie funktionieren die Gletscher, wie reagieren sie auf die Erwärmung, wo treten Spalten auf?“
Als Novität finden heuer im Anschluss an die wissenschaftliche Tagung am 12.Dezember die Internationalen Österreichischen Ärzte-Skimeisterschaften statt. Nähere Infos: ? 01/5322758.


