Grippe erwischt Volleyball- und Eishockey-Liga

13.11.2009 | 12:24

Der heimische Volleyball-Vizemeister hotvolleys hatte am Donnerstag nur vier fitte Spieler. Auch bei Eishockey-Meister KAC und Vize Red Bull Salzburg gibt es Grippefälle.

Die Grippewelle legt den österreichischen Volleyball-Herren-Vizemeister hotVolleys lahm. Vereinsarzt Walter Heckenthaler hat am Donnerstag entschieden, dass der sportliche Betrieb zumindest bis Samstag eingestellt werden muss. Am Mittwoch hatte das Cup-Achtelfinal-Hinspiel der Wiener in Tirol abgesagt werden müssen, am Donnerstag waren nur noch vier der 18 Akteure nicht von der Grippe betroffen. Auch im Eishockey gibt es Grippe-bedingte Ausfälle.


"Es hätte keinen Sinn. Die Spieler stecken sich nur noch gegenseitig an. Es werden jetzt alle mit Tamiflu behandelt. Am Samstag werden wir weitersehen", erklärte der (noch) gesunde hotVolleys-Manager Peter Kleinmann. Kleinmann schätzt, dass mindestens zehn seiner Schützlinge von der Schweinegrippe außer Gefecht gesetzt sind. "Aber ob normale Grippe oder Schweinegrippe ist egal", so Kleinmann.

Das nächste Spiel der Wiener wäre am Montag der MEL-Hit gegen Hypo Tirol im Budocenter. Am Freitag gastiert Bled bei den hotVolleys. Aufgrund dieser Termine könnte die abgesagte Cup-Partie nur am Mittwoch nachgetragen werden. Denn laut ÖVV-Beschluss muss diese bis spätestens 21. November absolviert sein. Allerdings haben die Innsbrucker auch noch die Option, gegen den Beschluss des Verbandes Einspruch zu erheben.

Drei Eishockey-Spieler an H1N1 erkrankt

Auch die Eishockey-Liga ist von der in diesen Tagen um sich greifenden Schweinegrippe nicht verschont geblieben. Sowohl Meister KAC als auch Vize Red Bull Salzburg meldeten am Freitag Erkrankungen an H1N1. Beim Rekordmeister aus Klagenfurt ist mit Raffael Herburger ein Spieler betroffen, bei den Mozartstädtern mit Martin Ulmer und Michael Schiechl zwei. Alle drei wurden bereits von ihren Teamkollegen isoliert, weitere Fälle waren laut Auskunft der Clubs bis Freitagmittag nicht aufgetreten. Die betroffenen Vereine verstärkten nach dem Auftreten des Virus jedenfalls ihre Hygienemaßnahmen. Vorerst scheinen nur Salzburg und Klagenfurt von der Form der neuen Grippe betroffen. "Bei allen anderen acht Vereinen sind bis gestern Abend keine Auffälligkeiten aufgetreten", vermeldete Liga-Manager Christian Feichtinger.

Da alle drei ÖEHV-Internationale sind, liegt die Vermutung nahe, dass sich das Trio bei der Reise des Nationalteams nach Weißrussland angesteckt hat. Weitere Teamspieler von KAC und Salzburg sind aber (noch) nicht betroffen.

In der EBEL blieb man vorerst gelassen. "Grippe-Epidemien gibt es bei Teamsportarten wie eben Eishockey seit jeher. Es besteht keine Veranlassung und kein Plan, Spiele deshalb abzusagen", meinte Feichtinger. Wenn bei einem Team aufgrund von Schweinegrippe ein Großteil des Kaders ausfällt, müsse man gegebenenfalls reagieren und die Partie verschieben. "Was wir in keinster Weise brauchen, ist Panik", sagte Feichtinger. "Die Liga hat alles getan, die Vereine haben alles getan."




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