0:1 gegen Panathinaikos: Sturm Graz ausgeschieden
Die Steirer verlieren gegen Panathinaikos auch das zweite Spiel zuhause und haben keine Chance mehr auf den Aufstieg. Denn Galatasaray lässt im Parallelspiel Bukarest keine Chance.
Der Traum vom Europa League-Aufstieg ist für Sturm Graz zu Ende. Die Steirer haben nach dem vierten Spieltag der Gruppenphase keine Chance mehr, unter die besten 32 Teams vorzustoßen. Sturm musste sich in der ausverkauften UPC-Arena Panathinaikos Athen wie auch schon im "Hinspiel" vor zwei Wochen knapp mit 0:1 geschlagen geben.
Sturm-Coach Franco Foda schenkte der Mannschaft das Vertrauen, die am Samstag in der Meisterschaft Austria Kärnten 4:0 besiegt hatte. Das bedeutete eine defensivere Aufstellung mit Sohn Sandro Foda. Vom Selbstbewusstsein der seit sechs Ligaspielen ungeschlagenen Grazer, die sich für die Partie sehr viel vorgenommen hatten, war aber nicht viel zu sehen. Kapitän Andreas Hölzl und Co. starteten völlig verunsichert und die Gäste hätten schon in den Anfangsminuten für die Vorentscheidung sorgen können.
Sturm-Goalie Christian Gratzei patzte bei einem mittelmäßigen Katsouranis-Schuss und wehrte diesen zur Ecke ab (6.). Auch dabei zeigte sich der ÖFB-Teamgoalie, schon seit sechs Ligaspielen ohne Gegentreffer, neuerlich unsicher. Zwei Minuten später retteten Weber und Gratzei vor Salpingidis in höchster Not (8.). Die beste Chance vor der Pause ließ Salpingidis aus: Der Torschütze des Hinspiels überlief den schlecht postierten Sonnleitner, schoss aber aus aussichtsreicher Position doch deutlich daneben (11.).
Wenig Zwingendes vor der Pause
Danach stellten die Griechen ihre Offensivbemühungen ein, kontrollierten aber das Spiel und die Partie plätscherte bis zur Pause richtiggehend dahin. Bei den Grazern war zu wenig Bewegung im Spiel, sie waren nicht in der Lage, ihr gewohntes Offensivspiel aufzuziehen, konnten überhaupt keine Akzente setzen. Bestes Beispiel für die Harmlosigkeit des österreichischen Tabellendritten: Sturms vor der Pause komplett ungefährlicher Toptorschütze Daniel Beichler "prüfte" PAO-Goalie Tzorvas mit einem Edelroller (37.), es war zugleich der erste Torschuss der Heimischen.
Drei Minuten später setzte Muratovic einen von Jantscher schön in den Strafraum hineingespielten Freistoß aus 13 Metern in den Himmel (40.). Nach der Pause fanden sich die Grazer etwas besser zurecht, wirklich gefährlich wurden sie allerdings nicht. Daran änderte auch die Einwechslung des schon zu Beginn erwarteten Klemen Lavric nichts. Der 25-fache slowenische Teamstürmer wurde nur einmal - wenige Augenblicke nach seiner Hereinnahme - gefährlich, kam aber im Sechzehner nicht zum Abschluss (62.).
Später Ausgleich aberkannt
Weitere effektive Offensiv-Wechselmöglichkeiten hatte Coach Foda in der Folge nicht mehr, da sowohl der "Griechenland-Spezialist" Mario Haas (wieder Wasser im Knie wegen der Überbelastung) als auch Dominic Hassler kurzfristig ausgefallen waren. Die Schlussoffensive der Grazer brachte nichts Zählbares ein. Ein regulärer Treffer von Jantscher in der letzten Minute wurde wegen angeblichen Abseits nicht gegeben, diese Fehlentscheidung kostete die Grazer, die über weite Strecken zumindest ebenbürtig waren, einen verdienten Punkt.
Galatasaray steigt auf
Die Griechen (9 Punkte) stehen damit unmittelbar vor dem Aufstieg in die nächste Runde. Gruppenfavorit Galatasaray Istanbul ist bereist weiter. Die Türken ließen Dinamo Bukarest keine Chance und siegten auswärts mit 3:0. Kewell (22. Minute) und Nonda (24.) stellten die Weichen mit einem Doppelschlag früh auf Sieg, Mehmet Topal machte in der 55. Minute den Sack zu. Galatasaray führt die Gruppe F mit zehn Punkten an, Bukarest liegt mit immerhin drei Zählern auf Rang drei. Sturm Graz ziert mit einem Punkt weiter das Tabellenende. Für die Grazer geht es damit in den restlichen beiden Partien nur noch um Rang drei sowie um den ersten vollen Erfolg in der Gruppenphase. Die vorletzte Partie findet am 3. Dezember in Bukarest statt, ehe zum Abschluss am 16. Dezember Galatasaray in die UPC-Arena kommt.
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