Synchronisation: Handy, PC und Laptop im Gleichtakt
Die Tage, in denen Daten per DVD oder USB-Stick übertragen werden mussten, sind gezählt. Neue Dienste gleichen Dokumente mehrerer PCs im Hintergrund ab.
Die Terminplanung auf dem Handy, Dokumente auf dem Büro-, die Musikfiles auf dem Heimrecher: Je mehr einzelne Geräte im Spiel sind, desto komplizierter wird die Organisation des elektronischen Alltags – etwa wenn man zu Hause noch schnell ein Dokument bearbeiten will, das am Rechner in der Arbeit gespeichert wurde. Oder man im Büro gerne die Musik des Macs im Wohnzimmer hören möchte. Oft müssen für diese Zwecke CDs, DVDs oder USB-Sticks herhalten – doch gerade bei Dokumenten ist es schwierig, im Kopf zu behalten, wo die aktuellste Version gespeichert ist. Neue Dienste kümmern sich darum, dass alle Daten auf dem neuesten Stand und auf jeder Plattform verfügbar sind – automatisch und im Hintergrund, sobald das Gerät mit dem Internet verbunden ist. Mittlerweile gibt es kostenlose Programme, die diese Synchronisation zwischen zwei Windows-PCs, zwischen Mac und Windows oder zwischen Smartphone und PC übernehmen.
Ordner mit Internetzugang
Die Dienste arbeiten alle nach demselben Prinzip. Dem Nutzer wird Speicherplatz im Internet zur Verfügung gestellt, auf dem die Inhalte bestimmter Ordner verschiedener Geräte abgelegt werden. Der Synchronisationsdienst kümmert sich darum, dass die Daten richtig zusammengeführt werden – sprich: dass immer die jüngste Version einer Datei erhalten bleibt– und spielt alle Inhalte in die Order aller vordefinierten Geräte zurück. So ist es ohne Aufwand möglich, im Büro auf Musik des Heimrechners zuzugreifen oder am Laptop noch schnell Änderungen an einer Präsentation für die Arbeit vorzunehmen. Natürlich haben diese Dienste auch Nachteile. So bieten die meisten nur einen begrenzten Speicherplatz von wenigen Gigabytes an. Ebenfalls begrenzt ist die Geschwindigkeit der Datenübertragung je nach Internetverbindung. Außerdem sind Daten im Internet naturgemäß weniger gut behütet als auf Rechnern mit passender Sicherheitssoftware. Allzu sensible Daten sollte man also eher nicht bei solchen „Cloud“-Diensten ablegen.
Für Windows-PCs und -Laptops stellt Microsoft selbst ein Synchronisationsprogramm zur Verfügung. „Live Mesh“ ist zwar noch nicht offiziell fertiggestellt, kann aber schon als „Beta-Version“ auf Mesh.com heruntergeladen und verwendet werden. Microsoft stellt fünf Gigabyte Speicherplatz zur Verfügung. Für „Live Mesh“ freigegebene Ordner erscheinen automatisch auf dem Desktop jedes weiteren Rechners, der sich in dem Mesh-Netzwerk befindet. Künftig soll der Dienst auch Handys und Macs einbinden können. Derzeit ist das jedoch noch nicht möglich, und man muss auf andere Lösungen zurückgreifen. Für den Abgleich zwischen Mac und Windows sorgt beispielsweise die kostenlose Version von „SyncBack“. Damit zwischen den beiden Plattformen Dateien synchronisiert werden können, müssen zunächst Ordner für die gemeinsame Nutzung freigegeben werden.
Dateien immer mit dabei
Welches Programm beim Synchronisieren des Handys hilft, hängt ganz vom verwendeten Gerät ab. Apples iPhone etwa kann problemlos über iTunes abgeglichen werden. Wer lieber direkt einen Ordner auf dem PC mit dem iPhone synchronisieren will, kann auf Zusatzsoftware wie Dropbox zurückgreifen. Dropbox bietet zwei Gigabyte freien Speicherplatz, der mit einem bestimmten Ordner auf dem PC und über die entsprechenden Apps mit dem iPhone abgeglichen wird. Für Blackberry, Windows Mobile und Android erledigt das Programm „SugarSync“ denselben Job.
Für 2010 haben Microsoft und Google ganze Betriebssysteme angekündigt, die im Internet laufen und so auf verschiedensten Geräten zugänglich sind.
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