Sammelklage gegen Facebook und "FarmVille"-Entwickler Zynga
Wegen Betrugsvorwürfen sind die Macher beliebter Facebook-Spiele wie "Mafia Wars" oder "FarmVille" angeklagt. Facebook soll durch die Spiele bis zu 20 Prozent seines Umsatzes generieren.
Wegen betrügerischer Geschäftsmodelle hat eine US-Anwaltskanzlei eine Sammelklage gegen Facebook und Zynga eingebracht. Letztere entwickeln kostenlose Spiele für das Social Network, die sich großer Beliebtheit. Die Titel "FarmVille" und "Mafia Wars" etwa können Millionen von Benutzern verzeichnen. Die Anwälte werfen beiden Unternehmen vor, ahnungslosen Konsumenten Geld aus der Tasche ziehen zu wollen.
Versteckte Kosten
Wie berichtet lautet der Vorwurf, dass über scheinbar harmlose Nebenangebote Benutzer in eine Kostenfalle gelockt werden. So endet etwa ein angeblicher IQ-Test mit dem Abschluss eines nutzlosen Mobilfunk-Abonnements. Zwar wird kein Spieler zum Abschluss eines solchen Angebots gezwungen, die Kostenhinweise sind aber stets verdeckt, wenn überhaupt dargestellt.
Spiele bringen Umsatz
Facebook selbst hatte sich in einem Blogeintrag gegen solche Praktiken ausgesprochen. Für die Kläger ist das aber nicht genug. In ihrer Klagsschrift heißt es, dass das Unternehmen aus den "Social Games" 10 bis 20 Prozent des auf 500 Millionen Dollar bezifferten Jahresumsatzes generiert.
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