Fonds floppten, weil zu wenige Versicherte starben
Fonds der Deutschen Bank investierten in Lebensversicherungen und warteten auf den Tod der ursprünglichen Versicherungsnehmer. Da zu wenige starben, blieben die Erlöse aus. Der Bank droht nun eine Klage.
Es hörte sich wie ein todsicheres Geschäft an: Ein Fonds kaufte Lebensversicherungen von US-Amerikanern um rund eine halbe Milliarde Euro. Stirbt ein ursprünglich Versicherter, so geht die Versicherungssumme an den Fonds. Die Deutsche Bank legte 2005 zwei dieser Fonds auf und stellte den Anlegern eine jährliche Rendite von 7,25 Prozent in Aussicht, wie der "Spiegel Online" berichtet.
Zu wenige Todesfälle
Doch beide Fonds floppten, bis heute gab es keine Ausschüttung. Die Bank begründete den Misserfolg mit der gestiegenen Lebenserwartung der Amerikaner - es seien deutlich weniger Policen fällig geworden als erwartet. Gegen die Deutsche Bank wurde nun eine Strafanzeige bei der Frankfurter Staatsanwaltschaft gestellt.
Betrug oder zumindest Untreue
Denn es bestehe der Verdacht, dass "von Vorneherein unter keinen realistischen Annahmen die versprochenen Ausschüttungen realisierbar waren", so der klagende Anwalt Gerhard Strate. Außerdem investierten beide Fonds in weiten Teilen in die gleichen Policen, eine Risikostreuung sei daher nicht möglich gewesen. Es könne sich daher um Betrug oder zumindest Untreue handeln.
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