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Leuchtende Wohnaccessoires: Lichtspiele

22.10.2009 | 19:19 |  von Marlene Mayer (Die Presse - Schaufenster)

Neuheiten in Schwarz, Rot und Weiß sorgen auch abseits der Glühbirnendiskussion für Gesprächsstoff.

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Selten gab es zum Thema Beleuchtung so viele und vor allem so starke Meinungen. Denn: Nach knapp 150 Jahren steht die Glühbirne vor dem Aus. Und so richtig will man sich damit nicht anfreunden. „Die Glühlampe ist eine emotionale Ikone“, bringt es der deutsche Lichtdesigner Ingo Maurer auf den Punkt. Aber: Was heißt das nun für die Designer? Die experimentieren mit neuen Techniken, konzentrieren sich auf die Leuchtmittel Halogen und Leuchtstoff, beklagen die „bläuliche, kalte“ Farbe der LED-Lampe und empfehlen für den Hausgebrauch zurzeit nun erst einmal Sparlampen. Und natürlich steht auch das Drumherum nach wie vor auf der Agenda. Heuer präsentieren Designer und Hersteller in erster Linie klare Modelle in Rot, Schwarz und Weiß.

Um Transparenz und Reflexe, die Eigenschaften von Glas, geht es traditionellerweise bei den Entwürfen von Alt Lucialternative – der ehemaligen Glasbläserwerkstatt in Murano. Burkhard Daemmer interpretierte dies mit seiner knallroten Stehleuchte „Reverse“ heuer einmal asymmetrisch, Designer Alessandro Crosera setzte seinen Entwurf mit einem Augenzwinkern um: Zwei Halbkugeln – in der Mitte eine Lichtquelle – bilden „Cherry“ und sollen für gute Laune sorgen. Um dynamische Reflexe von verspiegeltem Glas geht es auch bei dem Objekt „Air“ von Flusso Design für Aureliano Toso, das an Wand und Decke funktioniert. Originell kommt Kostas Syrtariotis’ neue Stehleuchte für das italienische Unternehmen „I Tre“ daher: Syrtariotis interpretierte die Form der klassischen Tischlampe und machte daraus „Sit up“, eine leuchtende Sitzbank aus Kunststoff, die sich auch für den Außenbereich eignet. Gemeinsam mit Foscarini nahm sich auch das Modelabel Diesel des Beleuchtungsthemas an, und zwar gleich in sechs verschiedenen Ausführungen. Für die Home-Linie „Successful Living“ zitierte man den Rock’n’Roll-Chic und setzte verstärkt auf Grafiken, Nieten, Goldsplitter und Metallstreben.

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