Aus den Resten der "Ischler Oblaten", kreierte sein Erfinder Josef Nickerl im Jahre 1905 erstmals den Vorreiter des Zaunerstollens. Ihm war es nämlich zu schade, die nicht für den Verkauf geeigneten Oblaten wegzuwerfen. Er zerkleinerte also die zerbrochenen oder verzogenen Oblaten, vermischte sie mit einer Masse aus Schokolade und Haselnuss und formte daraus kleine Makronen. Bald schon standen Kinder in der Konditorei Zauner Schlange und verlangten nach dem Nickerl-Batz, wie sie die neue Süßspeise nannten. So lässt sich die Geschichte des Zaunerstollens jedenfalls auf der Website der bekannten Bad Ischler Konditorei nachlesen.
Die Nachfrage soll so groß gewesen sein, dass sich Besitzer Viktor Zauner mit seinem Patissier Josef Nickerl zusammensetzte, um zu überlegen, wie man den Nickerl-Batz in eine schöne Form bringen könnte. Sie probierten Kugeln, Rollen und Törtchen, bis ihnen schließlich die Idee kam, die Masse in eine längliche Kuchenform zu pressen. So konnten fingerdicke Stücke ohne zu bröseln abgeschnitten und schließlich verzehrt werden. Verfeinert wurde das Ganze dann noch mit einer zartschmelzenden Schokoladenglasur. So wurde der Zaunerstollen geboren, der mittlerweile Berühmtheit auf der ganzen Welt erreicht hat und zum Innbegriff für Konditorkunst in Österreich und vor allem Bad Ischl geworden ist. chn.


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