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Test-Phase beendet

05.10.2009 | 17:25 |   (Die Presse - Schaufenster)

Der "Guide A la Carte 2010" ist da. Wo man in Krisenzeiten am besten isst, was die wirtschaftlichen Entwicklungen für Restaurants bedeuten und worin die Chancen für die Gastronomie liegen.

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Gleich vorweg: 100 Punkte von 100 hat (das war zu erwarten) kein Restaurant. 99 von 100 auch nicht. Die Brüder Obauer aus Werfen und Heinz Reitbauer jun. vom Wiener Steirereck führen die Rangliste im neuen Guide A la Carte an, mit jeweils 98 von 100 Punkten.

Dass dieses Jahr für die rund 50 Tester kein gewöhnliches war, dürfte klar sein: Die Rahmenbedingungen waren schließlich heuer für Restaurantbesucher wie für Köche und Köchinnen nicht optimal. Für erstere, weil sie oft mit halbleeren und mitunter atmosphärisch steifen Lokalen konfrontiert waren, mit Servicemitarbeitern, die aufgrund von Unterforderung unkonzentriert waren, wie die Tester feststellten. Und für die, die die kulinarischen Wünsche der Gäste befriedigen sollten, aus Gründen, die man nicht näher erklären muss. Stichwort: Rotstift.

"Es ist durchaus wahrscheinlich, dass bei Erscheinen dieses Buches schon an der einen oder anderen angeführten Adresse der Betrieb eingestellt wurde bzw. das gebotene Programm radikal verändert wurde", malen Herausgeber Hans Schmid und Chefredakteur Christian Grünwald im Vorwort des neuen "Guide A la Carte" schwarz.

Sie sehen aber auch Chancen in der Wirtschaftskrise, für Konsumenten wie für Gastronomen. Die Gäste, weil sie aufgrund von neuen persönlichen Rahmenbedingungen möglicherweise ein neues Qualitätsbewusstsein entwickeln, die Gastgeber, weil sie sich dem Entglobalisieren der Küche widmen könnten: Es muss nicht unbedingt Wagyu-Beef aus Japan sein.

Eines wünschen sich die "A la Carte"-Macher jedenfalls für die heimischen Herde: beim "Rennen um die ausdrucksstärkste Regionalküchen der Welt mit allen Anstrengungen" dabei zu sein. Und die aktuelle Chance zu nutzen.

Die Aufsteiger in den obersten Rängen
Silvio Nickol/"Schlossstern" im Schloss Veldenvon 95 auf 96 Punkte
Andreas Mayer/"Mayer's" im Schloss Prielau in Zell am Seevon 93 auf 95 Punkte
Gerhard Krießmann/Restaurant im Hotel Schalber, Serfausvon 92 auf 93 Punkte
Andreas Kaiblinger/"Esszimmer" in Salzburgvon 89 auf 91 Punkte
Didi Dorner (Bild)/Restaurant im Landhaus Stainach in Stainachneu mit 91 Punkten
Eduard Hitzberger/"Kaps" im Hotel A-Rosa in Kitzbühelvon 78 auf 91 Punkte
Christian Marent/Restaurant im Hotel Jungbrunn, Tannheimvon 82 auf 91 Punkte
Michael Schwarzenbacher/"Mangold" in Lochauvon 82 auf 91 Punkte

Der Guide A la Carte 2010
Herausgegeben von Hans Schmid und Christian Grünwald - Die 815 besten Restaurants - Die 1658 besten Weine - Die 252 besten Destillate 650 Seiten, 25 Euro

(red.)

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