In Paris ist das neu eröffnete Kaufhaus der japanischen Modekette Uniqlo zum Anziehungspunkt für Modebegeisterte und Schnäppchenjäger geworden. Seit Tagen bildet sich vor dem Eingang eine Menschenschlange.
Das mag an günstigen Eröffnungsangeboten oder an der von Jil Sander entworfenen Kollektion "+J" liegen - vielleicht aber auch an den auffallend bunten Kleidungsstücken, die sich von der grau-schwarzen Masse in den meisten anderen Schaufenstern absetzen. Der Store der japanischen Erfolgsmarke hat auf der Rue Scribe eröffnet.
Die Designerin Jil Sander hat nach ihrer fünfjährigen Abstinenz von der Modebranche einen Beratervertrag mit dem japanischen Bekleidungskonzern abgeschlossen. Die Entwürfe sollen massentauglich und erschwinglich sein, zwei Dinge die bisher gegen Jil Sander gesprochen haben. Diese Kooperation ist ebenso ungewöhnlich und spektakulär wie die erste Zusammenarbeit von Karl Lagerfeld mit H&M. Der Demokratisierung der Modewelt werden in den letzten Jahren alle Türen geöffnet.
Jil Sander ist, neben Phillip Lim und Alexander Wang, aber nicht die erste Designerin, mit der das Unternehmen kooperiert. Die Berühmteste ist sie alle Mal. Die Ironie an dem Experiment scheint der Umstand, dass die Marke Jil Sander, die vorerst von Prada gekauft, dann weitergereicht wurde an das britische Konsortium Change Capitals, im vergangenen Herbst an die Onward Holding ging, wieder ein japanisches Unternehmen.
(Ag./sh.)



Yigg
Webnews
Mr. Wong
Delicious
Facebook
Scoop
Google
Die Mode der Stars: Wer trägt was?
Testimonials: Stars in der Werbung
Klatsch- telegramm: Wer mit wem? Und was warum?
Launchparty: Matthew Williamson für H&M
Blitzlicht: Die Gäste von Dolce & Gabbana

