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Praxistest: Sony Party Shot

05.11.2009 | 19:17 |  von Uwe Fischer (Die Presse - Schaufenster)

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Man kennt ja das Dilemma: Einerseits gehören Fotos heute zu jeder gelungenen Party, doch andererseits
will man nicht ausgerechnet dann nach der Kamera kramen müssen, wenn die Stimmung auf dem Höhepunkt ist – zumal beim ­Anblick einer Linse sogar
die ­ausgelassenste Grup­pe in steifes ­Posen ­verfällt.
Mit Party Shot will Sony ­Abhilfe schaffen. Die motorisierte Dockingstation befähigt die neuen Cybershot-Modelle WX1 und TX1, von ganz alleine die besten Schnappschüsse einzufangen.
Wobei das rund 150 Euro teure Zubehör nur der Muskel ist, das Hirn – Smile-Recog­nition etc. – steckt in den Kameras. Theoretisch sollten mit Party Shot immer dann Fotos gemacht werden, wenn Leute lächeln oder sich die Szenerie deutlich ändert.

Im Test bei einer Geburtstagsfeier ist der automatische Partyfotograf allerdings ­extrem wählerisch. Zwar sucht er beständig durch Kippen und Drehen nach dem optimalen Blickwinkel, findet ihn aber kaum – und das bei der Einstellung „hohe Bildfrequenz“. Nach einem Wechsel von der (vermeintlich) strategisch günstigen Position am ­Bücherregal auf die Mitte des Tisches taut die Kamera ein wenig auf und lässt ein paarmal ihr Können aufblitzen. Lektion: Auch ein
elektronischer Partygast ist lieber mittendrin als nur
­dabei. Sonst schmollt er.

Eine Attraktion ist Party Shot allemal. Zumindest die Gäste widmeten dem kleinen, ­beständig werkenden Gerät mehr Aufmerksamkeit als umgekehrt. Um rauschende Feste adäquat zu dokumentieren, scheint das Gerät noch nicht hundert Prozent ausgereift – vielleicht wurde aber auch nur zu wenig ­ge­lächelt.

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