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Ploprof: So viel Kult muss sein

04.06.2009 | 20:36 |  von Alexander Linz (Die Presse - Schaufenster)

Taucheruhren gibt es heute viele, und irgendwie sehen die alle ziemlich ähnlich aus. Ganz anders präsentiert sich da der 2009er-Remake der Ploprof von Omega.

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Es gab auf der diesjährigen Uhrenmesse in Basel so einiges zu bestaunen, doch diese Omega schoss schlichtweg den Vogel ab, sie war das Gesprächsthema. Die „Ploprof“, der Name stammt von den beiden französischen Wörtern plongeurs professionnels, wurde 1970 erstmals vorgestellt. Damals war sie eine bis zu 600 Meter wasserdichte, professionelle Taucheruhr mit einer speziellen Vorrichtung zur Verriegelung der Drehlünette bei „1 Uhr“. Hatte man mit Letzterer beim Eintritt ins Wasser einmal die Zeit festgehalten, dann konnte sich die Lünette nach dem Verriegeln mit dem orangen Drücker nicht mehr verstellen.

Dieses konstruktive Merkmal, das damals eher über eine technische Unpässlichkeit – gut rastende und sicher rastende Drehlünetten herzustellen war gar nicht so leicht – hinweghelfen sollte, wurde jedoch sehr schnell zu ihrem Markenzeichen.

Bewährte Technik. Von Anfang an war sie anders und gleichzeitig extrem zuverlässig. Die französische Gesellschaft für Tiefseeforschung setzte 1972 verschiedene Modelle der „Ploprof“ in einer Tiefe von 253 Metern ein. Originale aus dieser Zeit mit dem rot vergoldeten Omega-Automatikkaliber „1002“ waren stets gesucht, jetzt, nach dem Relaunch, wird deren Preis, sollte man überhaupt noch Exemplare finden, wohl ins Astronomische steigen.

Warum aber nach der Alten greifen? Die Neue sieht genauso cool aus, nur kann sie alles ein wenig besser. Sie ist bis zu 1200 Meter wasserdicht, und in ihr tickt ein ultramodernes Uhrwerk mit koaxialer Hemmung, zertifiziert von der Contrôle Officiel Suisse des Chronomètres. Das „8500er“ von Omega, mit satten 60 Stunden Gangreserve, zählt heute technisch und ästhetisch definitiv zum Besten, was diese Uhrenindustrie an Automatikkalibern anzubieten hat.

Den orangen Drücker mit seinen opulenten Ausmaßen bräuchte es eigentlich gar nicht, denn mittlerweile ist es kein Problem mehr, eine sicher rastende Drehlünette zu fertigen, doch ohne diesen wäre die Uhr wieder nur eine weitere normale Taucheruhr geworden.

So ist die „Seamaster Ploprof“ das ultimative Unterwasserticktack, an das man sich auch in den nächsten 30 Jahren nicht so schnell wird sattsehen können.

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1 Kommentare
Gast: Uhrenking
13.09.2009 19:12
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