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Schwierige Schüler für Lehrer größtes Problem

18.11.2009 | 09:38 |  (DiePresse.com)

Die meisten Lehrer sind mit ihrer Arbeit zufrieden, besagt eine Studie unter Salzburger Pflichtschullehrern. Die größten Probleme gibt es mit verhaltensauffälligen Kindern.

Die Zufriedenheit der Pflichtschullehrer mit ihrer Arbeitssituation hat noch Verbesserungspotenzial, aber die meisten Lehrer sind zufrieden. Das ergab eine von den Sozialdemokratischen Gewerkschaftern in Auftrag gegebene Umfrage unter den Volks-, Haupt-, Poly- und Sonderschullehrern in Salzburg.

Mehr als die Hälfte der Befragten (50,8 Prozent) sind demnach mit den Rahmenbedingungen an ihrer Schule zufrieden, weitere zehn Prozent sogar sehr zufrieden. Rund ein Drittel der Lehrer sind wenig, knapp sechs Prozent gar nicht zufrieden mit der Situation.

Die größten Probleme haben die Pädagogen laut Umfrage mit verhaltensauffälligen Schülern. Insgesamt 84,7 Prozent der Befragten orten ein diesbezügliches Problem an ihrer Schule. Franziska Wanner, Vorsitzende der FSG PflichtschullehrerInnen Salzburg, fordert deshalb mehr Unterstützung der Kollegen im Umgang mit verhaltensauffälligen Schülern. Es brauche mehr außerschulische Fachkräfte - wie Sozialarbeiter - sowie mehr Aus- und Weiterbildung zu diesem Thema, sagte Wanner.

Lässt Gesellschaft Lehrer im Stich?

Weitere Wünsche der befragten Lehrer: Mehr Platz zum Arbeiten an der Schule, Renovierung von Schulgebäuden und Maßnahmen zur Verbesserung des eigenen Images. "Völlig im Stich gelassen fühlen sich die Lehrer von der Gesellschaft. Sie nehmen wenig bis keine Anerkennung für geleistete Arbeit, fehlende Wertschätzung für den Berufsstand und mangelnde mediale Unterstützung wahr", berichtete Wanner. Neun von zehn Pädagogen fordern mehr finanzielle Mittel für den Schulbetrieb - insbesondere für den Ausbau der Schulpsychologie, Verbesserung der Gebäudestruktur und die Schaffung von mehr Planstellen.

Ausgewertet wurden für die Untersuchung knapp 1000 Fragebögen von Salzburger Pflichtschullehrern.


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