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Uni-Gespräch: Fehlendes Geld ist einziger Konsens

19.11.2009 | 13:02 |  (DiePresse.com)

Die Leitung der Uni Wien diskutierte am Donnerstag mit Besetzern des Audimax über die Hochschulstrategie. Einziger Konsens: Alle Seiten wünschen sich mehr Geld.

Ein erstes Zusammentreffen der Besetzer des Audimax der Universität Wien und der Uni-Leitungfand am Donnerstag Vormittag statt. Per Webstram stellt die Uni Wien das Gesprächsforum "Nachhaltige Hochschulstrategie" im Juridicum zur Verfügung. Organisiert wurde es von Rektorat, Senat und Uni-Rat.

Es nahmen unter anderem Rektor Georg Winckler, Uni-Rats-Vorsitzender Max Kothbauer und Senats-Vorsitzender Helmut Fuchs teil. Auch einige Besetzer des Audimax kamen, außerdem noch Vertreter von Hochschülerschaft, Senat, Fakultäten, Studienprogrammleitungen und der Betriebsrat.

Kein Ende der Besetzung

Eine Vertreterin der Besetzer sagt gleich zu Beginn, dass dieses Gespräch die Besetzung nicht beenden könne. Diese würden andauern, bis die Uni-Leitung zu Gesprächen in das Audimax kommen würde. Der einzige Konsens, der gefunden werden konnte: Die Regierung muss mehr Geld für die Universitäten zur Verfügung stellen. Rektor Winckler gratulierte den Studenten aber, dass "die Themen in das Bewusstsein der Menschen gelangt sind". Am Donnerstag, dem 26. November will man sich noch einmal treffen.

Die ÖH erklärt den Unmut und die Wut der Studenten durch das miserable Betreuungsverhältnis an der Uni Wien, die Zugangsbeschränkungen und diverse Curricula.

Dialog und Gegendialog

Das Forum diente auch zur Vorbereitung für den von Wissenschaftsminister Hahn initiierten Hochschuldialog am 25. November. Parallel zu dem Gespräch veranstalten die protestierenden Studenten einen offenen "echten Bildungsdialog" im Palais Kabelwerk in Wien-Meidling. Offizielle Einladungen dafür gibt es nicht. Kommen können "all jene, die sich aktiv an einer Veränderung der Bildungspolitik beteiligen wollen - auch alle TeilnehmerInnen von Hahns Hochschuldialog", hieß es in einer Aussendung.

Mailath-Pokorny fährt doppelgleisig

Einen Doppel-Teilnehmer gibt es bereits: Der Wiener Wissenschaftsstadtrat Andreas Mailath-Pokorny (SPÖ). Er kündigte an, auf beiden Hochzeiten zu tanzen und empfiehlt dies auch anderen. Wenn Minister Hahn und Vizekanzler Josef Pröll (beide ÖVP) "wirklich etwas an den Universitäten liegt, müssen sie die Einladung der Studierenden annehmen und sich der offenen Diskussion stellen".

Am Freitag und Samstag wollen sich die Besetzer der einzelnen Hochschulen in Graz miteinander vernetzen. An der TU Graz sollen sich Vertreter "aller besetzten und solidarisierten Universitäten und FH sowie der solidarisierenden Lehrenden aus ganz Österreich" treffen.


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