„Die Presse“: Seit wann wissen Sie, dass Sie Kommissar werden?
Johannes Hahn: Bundeskanzler Faymann und Vizekanzler Pröll haben wie vorgesehen eine Entscheidung getroffen und heute (Dienstag, Anm.) die Bundesregierung und mich informiert.
Sehen Sie das jetzt als Ihren Traumjob?
Hahn: Sofern die Parlamente die Nominierung bestätigen, halte ich es wie bisher: Die aktuelle Aufgabe ist der Traumjob. Bis dahin sind das zu 100 Prozent Wissenschaftsminister und Wiener Landesparteiobmann.
Haben Sie schon Kontakt mit Kommissionspräsidenten Barroso aufgenommen?
Hahn: Zuerst gilt es, das innerösterreichische Verfahren zu respektieren. Die Nominierung heute war nur ein erster Schritt, nun sind das österreichische Parlament und nochmals formell der Ministerrat am Wort.
Welches Ressort streben Sie an? Zur Auswahl stehen ja auch Aufgabengebiete wie die Fischerei oder die Mehrsprachigkeit in der Union.
Hahn: Ziel Österreichs ist ein Zukunftsressort, da gehören etwa Forschung, Wissenschaft oder Bildung dazu. Dieses Signal hat die Bundesregierung auch klar nach Brüssel gesandt. Die endgültige Entscheidung obliegt dem Kommissionspräsidenten in Zusammenarbeit mit den Regierungschefs.