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Uni-Rektor Winckler: Verständnis für Studenten-Protest

31.10.2009 | 13:08 |  (DiePresse.com)

Der Rektor der Wiener Universität ist für einen Dialog zwischen Politik und den Studenten. Dabei solle die Politik den ersten Schritt machen. Winckler hat sich bereits "inkognito" persönlich ein Bild gemacht.

Der Rektor der Uni Wien, Georg Winckler, zeigt ein "gewisses Verständnis" für die Studentenproteste und sieht die Politik am Zug. Das Hauptproblem sei, dass "Ziele und Mittel auseinanderklaffen", sagte Winckler im Ö1-"Journal zu Gast" am Samstag. Die Politik sei nun aufgerufen, "Verantwortung wahrzunehmen" und Gespräche mit den protestierenden Studenten aufzunehmen. Es sei wichtig, dass jetzt ein Dialog entstehe, davon hänge auch die Dauer der Uni-Besetzungen ab.

Wenn die Politik den Dialog verweigere, rechne er damit, dass die Besetzungen noch eine Zeit lang anhalten werden, meinte Wickler. Auf seiner Uni will der Rektor mit den Studenten im Audimax zusammenkommen. Das wurde von den Besetzern in einer Aussendung am Samstag auch ausdrücklich begrüßt. Wie es im größten Hörsaal der Universität Wien aussieht, weiß Winckler allerdings schon. Denn er war bereits "inkognito" dort, um sich persönlich ein Bild zu machen.

Die Kosten der Besetzung wollte Winckler in Zahlen nicht nennen, er äußerte vielmehr ein "gewisses Verständnis" für die Studenten. Ein höheres Budget für die Unis wäre wichtig, denn Ziele und Mittel klaffen auseinander, so Winckler. Er plädierte dafür, einen "Gesamtplan" zu entwicklen. Das Grundproblem überlaufener Fächer seien nicht die deutschen Numerus-Clausus-Flüchtlinge, sondern die nicht ausreichenden Studienplätze, so der Rektor.

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Die Audimax-Besetzer bezeichneten unterdessen die von VP-Wissenschafts-Minister Johannes Hahn versprochene Finanzspritze von 34 Millionen Euro als "billigen Ruhigstellungs-Versuch". (mehr dazu ...)

Der Präsident der Universitätenkonferenz, Christoph Badelt, bezifferte den Finanzbedarf der Unis im "Standard" (Samstag-Ausgabe) mit einer Milliarde Euro im Jahr.


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