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Uni-Ranking: Heimische Unis auf den hinteren Rängen

02.11.2009 | 14:30 |  (DiePresse.com)

Keine österreichische Hochschule scheint im Shanghai-Ranking unter den besten 150 auf. Die bestgereihte Uni im deutsch-sprachigen Raum ist die ETH Zürich.

Das bekannte Shanghai-Ranking der besten Universitäten liefert noch schlechtere Ergebnisse für Österreich wie das Ranking der "Times" vor wenigen Wochen. In der aktuellen Liste finden sich sieben heimische Hochschulen in dieser "Weltrangliste" der 500 besten Unis - und zwar recht weit hinten. Den besten Rang ergattert noch die Uni Wien auf Platz 152 bis 200. Genauer wird das nicht aufgeschlüsselt, denn ab Platz 101 wird in 50er- und ab Platz 201 in 100er-Gruppen gereiht. Gegenüber dem Vorjahr konnte sie damit ihre schlechte Platzierung halten.

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Auf den hinteren Plätzen

Die Medizin-Uni Wien und die Uni Innsbruck folgen in der Gruppe zwischen 201. und 302. Platz, die Universität Graz in der Gruppe zwischen 303. und 401. Rang. Die Medizin-Unis Graz und Innsbruck sowie die Technische Universität Wien rangieren in der Gruppe zwischen 402. und 501. Platz. Die Uni Innsbruck hat sich damit um eine Kategorie verbessert (2008: 303-401), alle anderen heimischen Unis blieben gleich.

Unverändert gegenüber dem Vorjahr sind in dem neuen Ranking die Top Ten, die erneut von den US-Universitäten Harvard, Stanford und Berkeley angeführt werden. Cambridge rangiert als beste europäische Uni weiterhin auf Platz vier, Oxford als zweitbeste auf Platz zehn.

Die Indikatoren

Die Kriterien für gutes Abschneiden sind allerdings recht eindimensional. Das Shanghai-Ranking basiert vor allem auf forschungsorientierten Indikatoren. Das sind etwa die Anzahl der Nobelpreis- und Fields-Medaillen-Gewinner unter den Absolventen bzw. dem Lehrpersonal, die Anzahl der in wissenschaftlichen Publikationen häufig zitierten Forscher in verschiedenen Disziplinen, die Anzahl der in den Zeitschriften "Nature" und "Science" publizierten Artikel und die Zahl der Forscher an der jeweiligen Uni.

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Die Uni Wien lag 2005 noch auf Platz 85. Der Grund für den rasanten Absturz ist die Ausgliederung  Medizin-Fakultät, damit verlor sie die Anerkennung der Wiener Medizin-Nobelpreisträger vergangener Jahrzehnte. Und in den vergangenen Jahren konnten sich die österreichischen Unis nicht mit Nobelpreisträgern brüsten.

Schlechtes Betreuungsverhältnis

Ein eigenes Kapitel ist auch das in Österreich miserable Betreuungsverhältnis (auf wie viel Studierende kommt ein Uni-Lehrer), gegen das sich momentan auch viele Studenten wehren. Das Jahresbudget der gut gereihten TU München etwa war in den vergangenen Jahren um ein vielfaches höher als das der TU Wien.

Gemessen an diesen Indikatoren sind die US-Unis nicht zu schlagen: Unter den ersten 20 Universitäten sind nur drei nicht aus den USA: die Uni Cambridge auf Platz vier, Oxford auf Platz zehn und die Universität Tokio auf Platz 19. Die beste kontinentaleuropäische Uni und gleichzeitig beste Hochschule im deutschsprachigen Raum ist die Eidgenössische Technische Hochschule (ETH) Zürich auf Platz 23. Im deutschsprachigen Raum folgen die Uni Zürich auf Platz 54 sowie die Uni München auf Platz 55 und die TU München auf Platz 57.

Die besten europäischen Unis

In einer eigenen Auswertung der besten europäischen Universitäten sind die Top Ten: Platz 1: Cambridge (2008: 1), Platz 2: Oxford (2), Platz 3: University College London (3), Platz 4: ETH Zürich (4), Platz 5: Imperial College London (5), Platz 6: Pierre and Marie Curie Universität - Paris 06 (7), Platz 7: University Manchester (6), Platz 8: ex aequo Universität Kopenhagen (8) und Universität Paris Sud - Paris 11 (10), Platz 10: Karolinska Institut Stockholm (11).

In dieser Wertung kommt die Universität Wien auf die Plätze 59 bis 79, die Medizin-Uni Wien und die Uni Innsbruck fallen in die Gruppe zwischen 80. und 125. Platz. Die Uni Graz erreicht die Kategorie der Plätze 126 bis 170, die Medizin-Unis Graz und Innsbruck sowie die TU Wien die Ränge 171 bis 208.


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