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Uni-Probleme: Zugangsbeschränkungen kommen wieder

23.10.2009 | 06:53 |  (DiePresse.com)

Die Rektoren wollten mehr Kapazitäten, um dem Anstieg der Studentenzahlen Herr zu werden. Stattdessen gibt es ab dem Sommersemester beschränkte Studienplätze. Wissenschaftsminister Hahn pocht auf Studiengebühren.

Wissenschaftsminister Johannes Hahn und die Universitätsrektoren haben sich auf eine Notfallmaßnahme geeinigt. Mit wieder eingeführten Zugangsbeschränkungen für besonders überlaufene Studienrichtungen sollen die Unis dem Ansturm neuer Studenten wieder Herr werden. Heuer gibt es etwa 15 Prozent mehr Studierende als im vergangenen Studienjahr. Die Maßnahme kann allerdings nur bis 2016 aufrecht erhalten werden.

Hahn pocht auf Studiengebühren

Für eine langfristige Lösung seien Studiengebühren nicht zu umgehen, betonte Hahn erneut. Dazu müsse aber erst die SPÖ überzeugt werden. Dies sei zwar "momentan nicht realistisch" - die Faktenlage sei aber eindeutig, wenn man internationale Studien ansehe oder Experten befrage. Der Diskurs über diese Fragen werde noch in dieser Legislaturperiode "unvermeidlich" sein.

Rektoren wollten mehr Kapazitäten

Rektoren-Chef Christoph Badelt sprach sich vor dem Gespräch für "Kurzfristige Kapazitätserweiterungen bei einzelnen Lehrveranstaltungen" aus, ansonsten wären "Warteschlangen" möglich gewesen. Erst wenn diese Maßnahmen nicht gefruchtet hätten, hätten die Unis die Studienplätze beschränkt.

Audimax-Besetzung geht weiter

Unterdessen geht die Besetzung des Audimax, des größten Hörsaals der Uni Wien, weiter. Studenten hatten den Hörsaal gestürmt, um ihrem Protest gegen die Studienbedingungen an den österreichischen Universitäten zu Ausdruck zu verleihen.


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