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JVP: Trimester statt Semester

11.11.2009 | 18:31 | OLIVER PINK (Die Presse)

Junge ÖVP ist für flexiblere Ganzjahres-Uni und gegen Audimax-Besetzer.

Wien. „Wir stehen hinter den Studenten, die studieren wollen“, sagt Sebastian Kurz. Es sei legitim, Probleme anzusprechen, es sei auch legitim, zu demonstrieren. „Aber ich habe kein Verständnis für Hausbesetzer“, meint der Obmann der Jungen ÖVP. Durch die Audimax-Okkupation würden Studenten vom Studieren abgehalten, „es wurden auch schon Sponsionen gestört“. Dass die ÖH nun 100.000 Euro für die Besetzer spendiere, sei nicht mehr nachvollziehbar.

Die JVP hat nun ein eigenes Uni-Konzept ausgearbeitet, in dessen Zentrum die Umstellung von Semester auf Trimester steht– ein Vorschlag, den seinerzeit schon das LIF gemacht hatte, der von der damaligen JVP-Chefin Fuhrmann aber abgelehnt worden war. „Mit dem Trimestersystem wäre Studieren das ganze Jahr möglich“, sagt nun Kurz. Bisher würden nur 204 Tage im Jahr für Lehrveranstaltungen genützt, 161 Tage seien frei. Die Kosten von 200 Millionen Euro pro Jahr für die Räume würden aber trotzdem anfallen.

Der Vorteil der Trimesterregelung liege auf der Hand, meint Kurz im „Presse“-Gespräch: Jene, die sich „voll reinhauen“, könnten schneller fertig sein. Es könnte Kurse in den Ferien geben, eine effizientere Auslastung der Infrastruktur. Wer nebenbei arbeite, könne das flexibler gestalten. Und auch Praktika bei Firmen könnte man unterm Jahr absolvieren und nicht nur im Sommer, wenn dort meist nur wenige Leute anwesend seien, die Zeit für einen hätten. Eine Uni mit Vorbildwirkung sei jetzt schon die WU Wien, wo es eine Sommer-Uni (im September) und eine Winter-Uni (im Februar) gebe.

„Wir wollen den Studenten keineswegs die Ferien nehmen“, stellt Kurz klar. „Es geht uns um mehr und ein flexibleres Angebot.“ Das erste Trimester sollte von Jänner bis Ostern dauern, das zweite bis Juli und das dritte von September bis Weihnachten. Ferien gäbe es dazwischen.


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