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Umfrage: Österreicher für Studiengebühren

13.11.2009 | 11:30 |  (DiePresse.com)

Viele haben noch keine Meinung zu den Studenten-Protesten, 44 Prozent halten sie für gerechtfertigt. Doch es gibt ein klares Ja zur Wiedereinführung der Studiengebühren.

Die Österreicher sind in der Frage, ob die Studenten-Proteste gerechtfertigt sind, gespalten: Der Anteil der Befürworter und der Gegner ist in etwa gleich hoch, so das Ergebnis einer aktuellen Umfrage des Linzer Meinungsforschungsinstitutes "Spectra". Eine Mehrheit spricht sich hingegen für die Wiedereinführung von Studiengebühren aus. 

Dass es in Österreich Studentenproteste gibt, haben fast alle Österreicher (91 Prozent) gehört bzw. gelesen. Den meisten Menschen sind auch die Themen, um die es in den Protesten geht zumindest oberflächlich bekannt: 90% sagen, dass sie die Forderung der Studenten nach mehr Geld für die Unis und nach besseren Studienbedingungen kennen. Zum Vorgehen der Studenten haben sich 20 Prozent der Österreicher noch kein Urteil gebildet. Eine knappe Mehrheit hält es für gerechtfertigt.

Die Frage "Halten Sie die derzeitigen Proteste der Studenten gegen die Studiengebühren und Zulassungsbeschränkungen für gerechtfertigt oder für ungerechtfertigt?" beantworteten 44 Prozent mit Ja. Für 36 Prozent sind die Proteste hingegen ungerechtfertigt.

Wiedereinführung der Studiengebühren

Ein klares Ja gibt es hingegen zur Wiedereinführung der Studiengebühren: 53 Prozent der Österreicher sind dafür, 36 Prozent dagegen.Hinsichtlich der idealen Höhe des Semesterbeitrags hat sich fast die Hälfte der Österreicher keine Meinung gebildet. Jene jedoch, die eine konkrete Vorstellung äußern, treffen im statistischen Durchschnitt sehr genau die zuletzt verlangte Gebühr, sie fordern im Durchschnitt 393 Euro.

Maturanten und Akademiker stehen zwar im Verhältnis 53 zu 32 Prozent hinter den Studentenprotesten, sie treten aber auch für die Studiengebühren ein - im Verhältnis 59 zu 35 Prozent.

Jugendliche: Unwissend, aber solidarisch

"Bemerkenswert ist ein Blick auf die junge
Generation" (15-29 Jahre), heißt es von den Meinungsforschern. Die Jugendlichen wissen weniger über die Proteste als die über 50-Jährigen. Das Interesse an den „Leiden“ der studierenden Altersgenossen scheint also vergleichsweise gering zu sein. Trotzdem solidarisieren sich die Jungen mit den Studenten. Eine klare Mehrheit hält hier die Proteste der Studenten für gerechtfertigt. Die Fragen und Ergebnisse im Deteil.

Kürzlich sorgte eine Umfrage von IMAS für Aufsehen, die 86 Prozent der Österreicher als Befürworter von Zugangsbeschränkungen auswies. Kritisiert wurde die "manipulative" Fragestellung.

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