diepresse.com

Textversion
Home | Politik | Wirtschaft | Panorama | Kultur | Leben | Tech | Science | Sport | Bildung | Gesundheit | Rechtspanorama | Spectrum

Artikel drucken

ÖH arbeitet an Lösung der Uni-Probleme mit

01.12.2009 | 15:38 |  (DiePresse.com)

Mitte Dezember starten die ersten Arbeitsgruppen zu Themen, die den Studenten am Herzen liegen. Die ÖH arbeitet mit, will aber am Ende auch Konsequenzen sehen.

Noch im Dezember sollen die fünf von Wissenschaftsminister Hahn (ÖVP) angekündigten Arbeitsforen zu arbeiten beginnen. Alle Teilnehmer des Dialogs können dabei je einen Vertreter pro Gruppe benennen - auch die Besetzer von Hörsälen an den Unis, so Hahn. Die Aufgabe der Besetzung ist dafür keine Bedingung - obwohl sich Hahn erwartet, "dass nun die Hörsäle wieder geräumt und für Lehrveranstaltungen genutzt werden können - zumal die Teilnahme der Studierenden gesichert ist". Die ÖH wird an den Arbeitsgruppen teilnehmen.

Die Arbeitsgruppen sollen monatlich mindestens einmal tagen und bis zum Sommer 2010 Empfehlungen an die Politik erarbeiten. "In den Arbeitsforen soll niemand überstimmt werden, sondern Ziel ist vielmehr ein möglichst breiter Konsens zu den jeweiligen Themen", so Hahn. Bei strittigen Themen könnten auch unterschiedliche Konzepte erarbeitet werden, die zur Entscheidung der Politik vorgelegt werden.

ÖH ist zufrieden mit dem Konzept

Mit dieser Konstruktion ist die ÖH zufrieden: Sie hatte zuletzt ihre Teilnahme an den Arbeitsgruppen etwa davon abhängig gemacht, dass die Studenten, die in der Minderheit sind, nicht "niedergestimmt" werden können. Zwei Tage nach Verstreichen eines entsprechenden Ultimatums sei das "Ministerium zur Vernunft gekommen und hat ein brauchbares Konzept vorgelegt", so ÖH-Vorsitzende Sigrid Maurer. Sowohl von den Themen der Arbeitsgruppen als auch strukturell sei auf alle ÖH-Forderungen eingegangen worden.

Was passiert mit den Empfehlungen

"Ein großes Problem" stellt sich für Maurer aber, nämlich die Frage der Verbindlichkeit. Die Politik müsse sich der Ergebnisse des Prozesses annehmen - "sonst ist das erst wieder nur Beschäftigungstherapie". Die Regierungsparteien müssten die Ergebnisse ernstnehmen und etwa in die entsprechenden Ausschüsse tragen. Der Prozess müsse auch Konsequenzen haben.

In die Arbeitsgruppen können von den Teilnehmern Experten eingeladen werden. Außerdem sind daneben offene Diskussionsformate sowie eine Internetplattform geplant. Im Frühjahr sollen Zwischenberichte aus den Arbeitsforen sowohl dem Plenum des Hochschuldialogs als auch dem Nationalrat vorgelegt werden.

Die Arbeitsgruppen

Folgende fünf Arbeitsgruppen sind geplant: "Gesellschaftlicher Auftrag des tertiären Sektors", "Koordinierte Entwicklung des tertiären Sektors - Universitäten, Privatuniversitäten, Fachhochschulen, Pädagogische Hochschulen u.a.", "Bologna und Studienstruktur (Curricula) und Lehre", "Studienwahl und Hochschulzugang", "Ressourcen und Finanzierung von Lehre und Forschung".


Home | Politik | Wirtschaft | Panorama | Kultur | Leben | Tech | Science | Sport | Bildung | Gesundheit | Rechtspanorama | Spectrum

© DiePresse.com