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München: Studenten geben besetztes Audimax frei

04.12.2009 | 12:36 |  (DiePresse.com)

Die protestierenden Studenten haben den Hörsaal für Vorlesungen freigegeben, am Abend halten sie weiterhin Veranstaltungen ab.

Nach dreiwöchiger Besetzung geben die protestierenden Studenten in München das Auditorium Maximum der Ludwig-Maximilians-Universität (LMU) für Vorlesungen frei. Damit wolle man wieder alle Lehrveranstaltungen ermöglichen, die an keinen anderen Ort verlegt werden könnten, sagte Studentensprecher Sebastian Urchs. In den Abendstunden wollen die Studenten das Audimax, den größten Hörsaal, aber weiter für ihre hochschulpolitischen Debatten nutzen. In Würzburg wollen die Besetzer des dortigen Audimax weiterhin keine Vorlesungen ermöglichen.

Der Münchner Uni-Präsident Bernd Huber hatte am Mittwoch eine Freigabe des Hörsaals gefordert und im Gegenzug angeboten, sich mit den jungen Leuten zusammen für bessere Studienbedingungen einzusetzen. Dieses Angebot wurde am Donnerstagabend von den Besetzern diskutiert und ausdrücklich begrüßt. Huber hatte sogar eine Überprüfung der umstrittenen Studiengebühren von 500 Euro pro Semester in Aussicht gestellt und erklärt, das Präsidium der LMU werde "die berechtigten Anliegen der protestierenden Studentinnen und Studenten aufnehmen" So wolle man sich auch für eine bessere Organisation der Bachelor-, Master- und Promotionsstudiengänge einsetzen. Die Uni will auch einen ständigen runden Tisch mit den Studenten einrichten.

Würzburger Audimax bleibt besetzt

In Würzburg bleibt das Audimax unterdessen weiter besetzt und wird nicht für Vorlesungen freigegeben. Die Studenten der dortigen Julius-Maximilians-Universität wollen ihren Kampf für bessere Studienbedingungen auch über Weihnachten fortsetzen. "Wir werden bleiben", sagte ein Sprecher am Freitag. "Es räumt niemand freiwillig." Seit dem Abend des 11. November halten Studierende das Audimax besetzt. Eine Gruppe von etwa 80 Studenten wechselt sich dabei ab, viele übernachten in dem Hörsaal. Die sonst im Audimax stattfindenden Vorlesungen wurden seither in andere Räume verlegt.

"Es schläft nach wie vor ein harter Kern da", bestätigte ein Würzburger Uni-Sprecher. Die Hochschulleitung erwäge bisher nicht, das Audimax mit Hilfe der Polizei räumen zu lassen. Vielmehr habe Unipräsident Alfred Forchel an die jungen Frauen und Männer appelliert, den Hörsaal wenigstens für Vorlesungen freizugeben - bisher vergebens.

(Schluss) cm/an


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