- 13:55 DiePresse.com.Moderator
"Die Presse" sammelt im Rahmen der Studierenden-Ombudsstelle die Härtefälle des Studentenlebens und gibt Antworten auf die drängenden Fragen betroffener Studenten.
JETZT LIVE: Fragen der Studierenden werdenim Live-Chat beantwortet. Die Antworten geben der bildungspolitische Referent der ÖH, Lukas Kohl, und der sozialpolitische Referent der ÖH, Stefan Tacha.
Stellen Sie Ihre Fragen!
- 14:00 Lukas Kohl und Stefan Tacha (ÖH)
hallo, wir dürfen euch recht herzlich begrüßen und uns gleich dafür entschuldigen, dass wir kompliziertere frage im anschluss an den chat beantworten.
- 14:08 Karin A.
Ich bin nun mit meinem Studium fertig und suche seit ein paar Wochen einen Job. Bisher Fehlanzeige. Weil ich nie ein volles Jahr gearbeitet habe, bekomme ich keine Arbeitslose, für Notstandsunterstützung (mein Freund arbeitet) komme ich nicht in Frage ich falle auch sonst - Versicherung etc. - aus dem System. Gibt es andere Unterstützungs-Möglichkeiten für mich?
ANTWORT VON ÖH:
Leider gibt es für AbsolventInnen die direkt aus dem Bildungssystem kommen kaum Möglichkeiten. Lokale Arbeitsmarkt Einrichtungen bietet unterschiedliche Fördermaßnahmen an. Falls deine Eltern oder du bis zum Ende deines Studiums Familienbeihilfe bezogen haben/hast kannst der Bezug auch noch bis 3 Monate nach Beendigung des Studiums verlängert werden. Zum Thema Versicherung: Der Reguläre Versicherungstarif für eine Selbstversicherung ist mit über 300€ pro Monat sehr hoch, du kannst aber gleich bei der Antragstellung eine Reduzierung beantragen. Noch günstiger wäre eine Selbstversicherung für geringfügig Beschäftigte falls du zumindest einen Job unter der Geringfügigkeitsgrenze findest. Wir hoffen die Situation wird sich durch die Einigung auf die Mindestsicherung verbessern.
- 14:17 kripale
Warum sind eigentlich so viele Studenten berufstätig? "Arme" Studenten waren ohnehin von den Studiengebühren befreit, bekommen außerdem Studienbeihilfe und genießen viele andere Vorteile, können bei guter Leistung Stipendien bekommen usw; besser situierte Studenten haben Anspruch auf Finanzierung des Studiums durch die Eltern.
ANTWORT VON ÖH:
Leider erhalten nicht einmal ein Viertel der Studierenden und nicht einmal jedeR dritte Studierende aus finanziell schlechter gestellten Familien Studienbeihilfe. Jene die Studienbeihilfe erhalten bekommen deutlich zu wenig. Die Studienbeihilfe wurde seit über 15 Jahren nicht mehr angemessen an die Inflation angepasst. Dass führt zu der momentanen Situation, dass alle Studierenden deren Eltern nicht ausreichend für ihre Finanzierung aufkommen können oder wollen, per Gesetz, mit einem Gesamtbetrag (Also Unterstützung durch die Eltern plus alle Beihilfen)zwischen 606€ und 678€ pro Monat auskommen sollen. Das ist natürlich viel zu wenig und liegt auch deutlich unter der Armutsgefährdungsgrenze. So kommt es, dass ca. 80% der Studierenden neben ihrem Studium auch berufstätig sein müssen. Die Berufstätigkeit führt - neben den schlechten Studienbedingungn - wiederum dazu, dass viele Studierende ihr Studium nicht innerhalb der Anspruchsfristen beenden können und darauf hin alle Beihilfen verlieren. Dringend notwendig wäre ein Beihilfensystem, dass an die aktuelle Studiensituation angepasst ist und den Studierenden finanzielle Mittel in ausreichendem Maße zur Verfügung stellt. Außerdem ist die vollständige Abschaffung der Studiengebühren längst überfällig.
- 14:28 XXX
Ad Zugangsbeschränkungen: Freies Studium schön und gut. Aber was macht der Staat im Endeffekt mit all den Absolventen, für die es keine Arbeitsplätze gibt? Ist es nicht sinnvoll, bereits bei der Ausbildung anzusetzen und nicht erst dann aufschreien, wenn die Situation am Arbeitsmarkt nicht passt?
ANTWORT VON ÖH:
Der Arbeitsmarkt ist langsfristig gar nicht so leicht berechenbar, wie du hier annimmst - noch vor wenigen jahren wurde davor gewarnt, eine lehramtsausildung zu beginnen, heute ist die rede von einem lehrerInnenmangel. ein studium sollte aber auch gar nicht zur ausübung einer einzigen tätigkeit befähigen. gerade im bereich der meisten sogenannten massenfächer sind die berufsfelder auch sehr weit gefasst. nur in wenigen studienrichtungen ist das studium ausschlaggebend für die spätere berufswahl - die arbeitslosigkeit von absolventInnen liegt trotzdem weit unter der von nichtakademikerInnen.
- 14:30 kein name
In Linz gibt es seit mehreren Jahren die Möglichkeit, das Jus-Studium als Fernstudium zu betreiben. Diese an sich zu begrüßende Einrichtung führt aber zu gravierenden Nachteilen für jene Studenten, die nicht am Multimediastudium teilnehmen sondern das Studium "ganz klassisch" als Präsenzstudenten vor Ort betreiben. So werden verschieden LVAs nur online angeboten, als Präsentsstudent, hat man keinen Zugang zu diesen Videostream-LVAs (umgekehrt können MM-Studenten sehr wohl an den Präsenz-LVAs teilnehmen). Auch werden manche LVAs für Präsenzstudenten nur jedes 2. Semester angeboten, für MM-Studeneten jedes Semester. Es wäre mit keinen zusätzlichen Kosten oder zusätzlichem Aufwand verbunden, wenn diese Videostream-LVAs allen Studenten zugänglich wären. Hier sollen vermutlich nur möglichst viele dazu gebracht werden, die teuren, für das Multimediastudium notwendigen, Lehrbehelfskoffer zu kaufen. Auch gibt es Prüfer, die den normalen Studenten nicht zur Auswahl stehen. Diese Fakten stellen eine nicht rechtfertigbare Ungleichbehandlung mancher Studierender dar! Gibt es Bestrebungen, gegen die soeben geschilderten "Mißstande" etwas zu unternehmen?
ANTWORT VON ÖH:
erst einmal: ich teile deine einschätzung zur motivation der universität, ihr budget mit lehrbehelfen aufbessern zu wollen. grundsätzlich besteht freie prüferInnenwahl, wir werden das rechtlich prüfen und noch ausführlicher in einem presseartikel behandeln
- 14:33 Michael M.
Meist ist das Angebot an Seminaren viel zu klein und es ist nur sehr schwer, sich einen Platz zu erkämpfen! z.B. Politikwissenschaften in Salzburg: Meist wird je Modul nur ein Seminar mit 30 Plätzen angeboten. So ist es schon mal schwierig überhaupt einen Platz zu bekommen, unmöglich sich ein anderes Thema auszusuchen und beim Fehlen von nur noch wenigen Seminaren in der Schlussphase, immer schwieriger die restlichen Seminare auch zu belegen, wenn das Angebot so klein ist. Welche Lösung gibt es? Ich finde Zugangsbeschränkungen in überlaufenen Studienrichtungen auf jeden Fall nötig, um so das Problem mit zu vielen Studenten in den Griff zu bekommen.
ANTWORT VON ÖH:
bei lehrveranstaltungen mit beschränkter teilnehmerInnenzahl sind die universitäten verpflichtet ausreichend parallelkurse anzubieten, sodass keineR studierenden eine verzögerung der studienzeit erwachsen darf. die durchsetzbarkeit dieses rechts ist aber sehr schwierig. es wäre aber weit besser, dieses recht durchzusetzen, als den zugang zu universitäten einzuschränken.
- 14:42 koert1000
ad Antwort ÖH zum Thema Finanzierung: 600 EUR reichen völlig, wenn man halbwegs sparsam lebt, bei mir ist das so. Zum anderen frage ich mich, was so schlimm sein soll, nebenbei zu arbeiten und sich das Studium selbst zu finanzieren? Sollte die ÖH nicht eher versuchen einzuwirken, um die Vereinigung von Nebenjob und Uni zu erleichtern (z.B. hinsichtlich Lehrplan, mehr Toleranzsemester), anstatt als Ziel ausschließlich immer den "Vollzeitstudenten" zu haben?
ANTWORT VON ÖH:
Natürlich sollte es auf den Universitäten verstärkt Angebote für berufstätige Studierende geben, da viele Menschen die Unis mittlerweile auch auf dem zweiten Bildungsweg oder zur Weiterbildung besuchen. Grundsätzlich wäre es allerdings sinnvoll, jenen Menschen die studieren wollen dies auch Vollzeit zu ermöglichen. Dadurch ist eine intensivere Auseinandersetzung mit den Inhalten möglich. Denn in der Realität heißt gleichzeitiges Studieren und Arbeiten möglichst zeiteffizient Scheine zu sammeln. Dadurch gehen viele Inhalte des Studiums verloren. Ähnliches gilt auch wenn der Lebensunterhalt mit so wenig Geld bestritten werden muss. Gerade in den Universitätsstädten wird bei einem verfügbaren Budget von 600€ ca. die Hälfte schon für Wohnen ausgegeben. Der Rest reicht dann kaum noch für den Lebensunterhalt. Ausreichende Lernunterlagen (Bücher, Exkursionen etc.) sowie die für eine tiefergehende inhaltliche Auseinandersetzung mit Themen wichtige soziale Teilhabe am Studienleben müssen dann oft eingespart werden.
- 14:44 Marian M.
Da die eigentlich inexistenten Studiengebühren anhand der Studienabschnitte (meist 2 oder 3) bemessen werden, kommt es bei schnell Studierenden öfters zu folgendem Phänomen: Wer bereits vor Ablauf seines ersten oder zweiten Abschnittes in den jeweils nächsten wechselt, weil er bereits alle Prüfungen beieinander hat, hat schlussendlich das Nachsehen. Denn er kommt so auch schneller ans Ende des letzten Studienabschnittes, den er dann evtl. überzieht, obwohl er in der Mindeststudienzeit bleibt. Mein Beispiel: ich habe mein Studium in Mindeststudienzeit abgeschlossen, musste aber im Gegensatz zu langsameren, weniger engagierten Kollegen zahlen. Ich hatte den ersten Abschnitt bereits nach 3 Semester statt wie vorgesehen nach 5 absolviert, war somit nach 7 Semestern bereits am Ende des zweiten und letzten Abschnittes, was bedeutet: Gebühren zahlen. Kollegen, die viel weniger taten und die Toleranzsemester ausnutzten, konnten bis zum zwölften Semester kostenfrei studieren, da sie die Regelungen immer ganz ausnutzten.Ich war zwar OFFIZIELL in der Mindeststudienzeit, musste aber zahlen, während die Kollegen, die über die Mindestzeit hinaus waren, kostenfrei über die Ziellinie liefen. Dies ist eine idiotische Reglung, da die Gesamtsudienzeit nicht berechnet wird. ich habe dies schriftlich vom BMWF und der Ombudsstelle der Uni Wien bestätigt bekommen. Das Problem sei bekannt, aber es könne da nichts getan werden. Bei uns am Slawistik-Institut hätte sich das Hinauszöger-problem auch längst herumgesprochen. Bloß nicht zu früh die Abschnitte einreichen sonst muss man nachher eher zahlen. Gibt es da einen Ausweg?
ANTWORT VON ÖH:
ohne den genauen fall zu kennen, du solltest für den zweiten abschnitt insgesamt 3 toleranzsemester zusätzlich zur mindeststudienzeit zeit haben. vielleicht. könntest du uns noch mehr details schreiben?
- 14:47 studierender ohne name
Für schwerhörige Studenten ist es kaum möglich, Vorlesungen und Seminare zu besuchen und den Ausführungen der Vortragenden zu folgen. Welche Unterstützung gibt es an der Uni? Wo finde ich Anlaufstellen?
ANTWORT VON ÖH:
An den einzelnen Hochschulen sollte es jeweils Behindertenbeauftragte eingerichtet sein, die Studierende bei ihren Problemen unterstützen sollen. Trotzdem ist es natürlich gerade für Menschen mit Beeinträchtigung nach wie vor schwierig ein Studium zu absolvieren. Eine zusätzliche Anlaufstelle bieten die ÖHs vor Ort bzw. das Sozialreferat der ÖH Bundsvertretung. Um zumindest die finanziellen Probleme zu verringert hat die ÖH außerdem mit 1. 1. 2010 einen Fördertopf geschaffen. In diesem Rahmen können wir zusätzliche Studienkosten mit bis zu 4.000€ pro Jahr unterstützen. Informationen dazu sowie das Antragsformular findest du unter www.oeh.ac.at
- 14:56 Antonia E.
Bereits am 14. Juli 2009 habe ich mich voller Vorfreude an der WU Wien inskribiert. Als ich aber im Oktober dort ankam, trübte sich meine Euphorie schnell. Bereits in den ersten Tagen prophezeiten uns Vortragende die Hölle auf Erden. Sie sprachen von Durchfallsquoten zwischen 70 bis 97,8 Prozent und einer beträchtlichen Anzahl von Studenten, die trotz intensiver Vorbereitung auch den dritten Antritt nicht schaffen würden. Es ging soweit, dass Professoren ihren Gefallen an diesen Zuständen Kund taten und in Vorlesungen behaupteten es bereite ihnen Freude, so viele Studenten durchfallen zu lassen. Zuerst ließ ich mich nicht entmutigen, ich trotzte den arroganten Professoren und paukte Nächte lang. Dann erfuhr ich im Winter von den „himmlischen“ Verhältnissen an der JKU in Linz, wo junge Leute gefördert statt entmutigt würden. Ich traf eine herzensschwere Entscheidung und wollte Freunde und Familie in Wien zurücklassen um in Linz zu studieren und der Ausbildungsqualität den Vorrang zu geben. Leider konnte trotz der „Bologna Transparenz und Kompatibilität“ mir im Vorhinein nicht gesagt werden, was mir in Linz von meinem bisherigen Studium anerkannt würde. Somit ging ich voller Hoffnung aber auch Ungewissheit an die JKU um dort eine Studienqualität sondergleichen vorzufinden. Lehrveranstaltungen werden im überschaubaren Größen und interaktiv abgehalten, Lektoren sind um die Studenten bemüht und der Prüfungsmodus ist human. Unglücklicher Weise wurde meinem Traum bereits nach kurzem ein Ende gesetzt. Ich erhielt die Nachricht, dass ein Großteil meiner Prüfungen nicht angerechnet beziehungsweise ECTS Punkte verloren gehen würden. Klausuren die in Wien 4 ECTS Punkte wert sind, haben in Linz nur 3 oder gar 2. Trotz überwiegender Inhaltsdeckung werden Prüfungen die in Wien mit 3 ECTS Punkten gewertet werden in Linz mit 4 gehandhabt. Somit ist das Anrechnen nicht möglich, die gesamten Credits gehen verloren und die Prüfung müsste an der jeweiligen Uni wiederholt werden. Hier stellte sich nun für mich die Frage, inwiefern dieses „europäischen Transfer Punktesystem“ nun das umsteigen leichter gemacht haben sollte? Was kann ich tun?
ANTWORT VON ÖH:
das problem ist durchaus kein neues, auch im ministerium wird offen davon gesprochen, dass die anrechnungen zzt. komplizierter sind als noch vor 10 jahren. wir schaffen aber zur zeit, in diesem punkt ein gewisses problembewusstsein auf seite der universitäten erreichen. wenn du das gefühl hast, bei deinen anrechnungen benachteiligt worden, kannst du auch einspruch dagegen einlegen - in diesem fall nimm bitte auf jeden fall kontakt mit der öh vor ort oder der öh bundesvertretung auf.
- 14:57 kripale
Wie stehen Sie zu ausländischen Kommilitonen? Wertvolle Bereicherung von denen wir auch was lernen können oder lästige Konkurenz an ohnehin überfüllten Unis?
ANTWORT VON ÖH:
wir freuen uns über bunte, international ausgerichtete universitäten jenseits national beschränkter köpfe. auch sollte bedacht werden, dass ausländische studierende viel geld nach österreich tragen und hier ausgeben, die finanzfrage ist also gar nicht so eindeutig zu lasten österreichs wie oft angenommen. österreich hat aber relativ wenige ausländische studierende an den unis - diese sind nurin ganz wenigen fällen schuld an kapazitätsproblemen. auch finden wir es gut, dass es als österreicherIn relativ leicht ist im ausland zu studieren.
- 14:58 koert1000
Die ÖH bemüht sich ja oft, den Studierenden hinsichtlich Lehrveranstaltungen das Leben zu erleichtern und das ist auch gut so. Umgekehrt gibt es aber auch in einigen Fällen wichtige Grundlagen-Fächer wo jede(r) ohne Aufwand durchkommt, was das Niveau senkt und im Endeffekt zu einer schlechteren Ausbildung führt. Inwieweit kümmert sich die ÖH auch darum, dass man eine fundierte und hochwertige Ausbildung bekommt, die uns Studierende fordert, und die dann umso mehr am Arbeitsmarkt honoriert würde? Wird den Professoren klar gemacht, dass sie uns etwas beibringen und fordern sollen und nicht nur einfach durchschleusen?
ANTWORT VON ÖH:
Zuerst müssen wir natürlich sagen, dass wenn es um die Erleichterung der Lehrveranstaltungen geht, die ÖH im Normalfall durch Skripten, Tutorien, etc. unterstützt und nicht auf den Inhalt der Lehrveranstaltung einfluss nicht. Das können wir auch nicht, sofern es sich nicht problematische Inhalte (rassistisch, sexistisch, etc.) oder unfaire Prüfungsmodalitäten handelt. Die Qualität von Lehrveranstaltung hängt stark mit dem Betreuungsverhältnis zusammen. Gerade in Massernlehrveranstaltungen zu Studienbeginn, oftmals noch mit Multiple Choice Tests am Ende, leidet die Qualität stark. Diese Deffizite ziehen sich dann oft durch das restliche Studium. In Österreich wird Lehre und deren Qualität in der Hochschulplanung leider kaum beachtet. Auch für den Karriereverlauf wird Lehrtätigkeit kaum berücksichtigt. Wir setzen uns einerseits. für eine ausreichende Finanzierung für Qualitativ hochwertige Lehrveranstaltung . Andererseits versuchen wir auch ständig im Rahmen der Bestellungen von Professuren bzw. bei der Gestaltung von Lehrplänen spannende Inhalte einzubringen. Viele ÖHs organisieren zudem eigene Lehrveranstaltungen.
- 14:59 Luke
Wahlbeteiligung von weniger als einem Viertel der Studierenden, ein Uni-Protest ohne jegliche Beteiligung der ÖH - die Studenten fühlen sich offenbar nicht durch die ÖH vertreten. Wie könnte sich das ändern?
ANTWORT VON ÖH:
Das Studierende das Gefühl haben, die ÖH wahlen würden ihr leben weniger bestimmen als nationalratswahlen ist glaube ich nicht von der hand zu weisen, dadurch erklärt sich natürlich auch eine niedrigere wahlbeteiligung. im (auch internationalen) vergleich sind wir aber bei der wahlbeiteiligung für die wahl einer interessensvertretung gar nicht so schlecht wie immer behauptet. viele angebote der öh werden mittlerweile als selbstverständlich wahrgenommen (beratung etc.) sodass viele das gefühl haben, nicht mehr zur wahl gehen zu müssen, um dieses angebot abzusichern. natürlich versuchen wir mehr studierende über unsere arbeit zu informieren, und zur wahl zu bewegen. die wahrnehmung, die öh sei nicht in uniprotesten vertreten ist unserer meinung nach falsch. viele von uns bevorzugen es aber als "einE von vielen" mitzuwirken, die öh ist bemüht den organisatorischen rahmen der proteste zu unterstützen, und das notwendige wissen über bildung und unistrukturen aufzubereiten. wir finden politisch aktive studierende, welche sich selbst vertreten können aber eine gute sache. gerade im rahmen der letzten 2 kongresse ("higher education reloaded" der öh und der bologna gegengipfel der protestbewegung) konnte sich zeigen, dass die zusammenarbeit gut funktioniert und ein fundierter (bildungs)politischer austausch stattfinden konnte. es ist uns mindestens genauso wichtig, dass studierende tagtäglich sich (bildungs)politisch engagieren wie dass sie zur öh wahl gehen. leider mussten wir während der proteste auch bemerken, dass wir in unserer arbeit nicht so niederschwellig zugänglich sind, wie wir es gerne wären - ein auftrag zur reflexion unserer strukturen, den wir für uns aus den protesten gelernt haben.
- 15:22 Lukas Kohl und Stefan Tacha (ÖH)
Wir bedanken uns herzlich für eure Beiträge, wenn fragen offen geblieben sind, könnte ihr euch gerne an oeh@oeh.ac.at wenden.
- 15:24 DiePresse.com.Moderator
Wir bedanken uns bei Lukas Kohl und Stefan Tacha für die Beantwortung der Fragen. Offene Fragen werden genauer in der "Presse"-Obmudsstelle behandelt. Die Ombudsstelle für Studierende bleibt weiter offen. Fragen und Anregungen an ombudsstelle@diepresse.com
diepresse.com
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ÖH-Referenten: "Freuen uns über bunte Universitäten"
17.03.2010 | 16:47 | (DiePresse.com)
livechat Lukas Kohl und Stefan Tacha von der Österreichischen Hochschülerschaft beantworteten im Rahmen der Studierenden-Ombudsstelle Ihre Fragen zu den Härtefällen des Studentenlebens.
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