WIEN (ag./cim). Auch in der Krise sind Mitarbeiter mit guter Ausbildung gefragt. Die Beschäftigung hoch Qualifizierter hat in den EU-27 im zweiten Quartal gegenüber dem Vorjahreszeitraum um drei Prozent zugenommen. In Österreich lag der Zuwachs bei der Beschäftigung von Uni- und FH-Absolventen mit plus 6,1Prozent deutlich über dem Schnitt.
Für Menschen, die nur eine Pflichtschule abgeschlossen haben, ist die Situation am Arbeitsmarkt härter geworden: Im Schnitt ist die Beschäftigung dieser Gruppe in den EU-27 um 4,9 Prozent zurückgegangen. Bei Absolventen einer AHS oder BHS mit Matura lag der Rückgang bei 2,6Prozent, so die Daten der Eurostat-Statistik. In Österreich wurde bei Pflichtschulabsolventen ein Beschäftigungsrückgang um 6,8Prozent verzeichnet.
Am besten haben sich hoch Qualifizierte im zweiten Quartal in Polen (plus 11,3Prozent), Tschechien (7,6Prozent) und der Slowakei (6,5Prozent) behauptet. In Lettland, Finnland, Malta und Spanien hat die Beschäftigung auch bei Topgebildeten abgenommen, wenn auch weit nicht so stark wie bei Menschen mit geringerer Bildung.
Die deutlichsten Rückgänge bei Menschen mit Pflichtschulabschluss wurden in Lettland (minus 29Prozent), Estland (minus 26,7Prozent) und Irland (minus 17Prozent) verzeichnet.