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Kampf gegen Aids: Bill Clinton mahnt zu mehr Effizienz

28.07.2012 | 09:53 |  (DiePresse.com)

Der Ex-US-Präsident fordert zum Abschluss der Welt-Aids-Konferenz in Washington, die Gelder im Kampf gegen die Krankheit besser einzusetzen.

Der frühere US-Präsident Bill Clinton fordert, die Gelder im Kampf gegen Aids effizienter einzusetzen. "Ich glaube, dass Regierungen auf der ganzen Welt auch in diesen schwierigen Zeiten mehr für die Bekämpfung von HIV ausgeben werden, wenn wir die Wirkungen des Geldes maximieren", sagte Clinton am Freitagnachmittag (Ortszeit) bei der Abschlussveranstaltung der Welt-Aids-Konferenz in Washington. "Wenn wir weiterhin gute Resultate erreichen, wird das Geld da sein."

Voraussetzungen seien ein transparenterer Umgang mit der Finanzierung, Investitionen, die nicht auf Basis von politischem Willen, sondern von wissenschaftlichen Beweisen entschieden wurden, und mehr Verantwortung für nationale Regierungen und lokale Hilfsorganisationen. "Manche internationalen Berater verdienen bis zu 600 Dollar (487 Euro) am Tag - davon könnte man drei Menschen je ein Jahr lang mit Medikamenten versorgen."

Clinton, der bereits zum vierten Mal bei einer Aids-Konferenz sprach, setzt sich mit einer von ihm gegründeten Stiftung seit Jahren unter anderem im Kampf gegen HIV ein.

"Ende der Aids-Epidemie möglich"

Mit ermunternden Statistiken und Forschungsergebnissen im Rücken hatten Experten bei der 19. Welt-Aids-Konferenz den Anfang vom Ende der HIV-Epidemie angekündigt. "Wir glauben, dass ein Ende der Aids-Epidemie möglich ist", sagt Elly Katabira, Präsident der Internationalen-Aids-Gesellschaft (IAS), die das Treffen organisiert hat.

Aber nach einem sechstägigen Mammutprogramm mit rund 25.000 Teilnehmern und Hunderten Veranstaltungen war auch klar: Bis dieses Ende wirklich erreicht ist, werden noch Jahre, wahrscheinlich eher Jahrzehnte vergehen. Und: Die Wirtschaftskrise könnte ordentlich dazwischenfunken.Lesen Sie mehr dazu in "Krise bremst Aids-Hilfe".


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