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Aidshilfe warnt vor erneutem Vormarsch der Syphilis

15.10.2008 | 14:47 |  (DiePresse.com)

Die Infektionskrankheit Syphilis verbreitet sich wieder, warnt die Aidshilfe und empfiehlt "Prävention, frühzeitige Diagnose und die Durchführung der so einfachen und sehr wirksamen Therapie".

Die Syphilis, die bereits als ausgerottet galt, ist wieder im Vormarsch. Die Aids-Hilfe Oberösterreich hat am Mittwoch in einer Presseaussendung vor einem Wiederaufflammen der Krankheit gewarnt. Sie sei bei frühzeitiger Diagnose relativ leicht behandelbar, erklärte Präsident Erich Gattner. Daher biete die Aidshilfe Oberösterreich gratis Tests an. Die Kosten trägt das Land Oberösterreich.

Erhöhte Anfälligkeit für HIV

Werde die Erkrankung nicht oder zu spät erkannt, sei mit beträchtlichen Folgeschäden, etwa einer erhöhten Anfälligkeit für HIV, zu rechnen. Außerdem könne man die Infektion auf andere Menschen übertragen. "Prävention, frühzeitige Diagnose und die Durchführung der so einfachen und sehr wirksamen Therapie müssen daher wieder stärker ins Blickfeld gerückt werden", meint Gattner.

No glove, no love

Als Prävention rät die Aidshilfe zum Gebrauch von Kondomen. 100-prozentigen Schutz würden diese aber nicht bieten, denn die Syphilis könne auch an anderen Körperstellen - etwa im Mund - übertragen werden. Empfehlenswert sei, sich sofort testen zu lassen, wenn erste Symptome auftreten. Als solche gelten Knötchen oder Schwellungen im Genitalbereich, die auch wieder abklingen können. Damit sei die Krankheit aber nicht verschwunden, warnte die Aidshilfe.


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