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„Thriller“ bleibt der Mega-Tonträger

26.06.2009 | 18:34 |  (Die Presse)

Michael Jackson hat der (derzeit auslaufenden) Ära der Schallplatte einige Rekorde beschert.

Bis heute ist „Thriller“, Michael Jacksons bahnbrechende Platte aus dem Jahr 1982, als die CD-Ära noch ganz am Anfang war, mit zirka 60 Millionen Tonträgern das meistverkaufte Album der Welt. Ihre Nachfolger „Bad“ (1987) und „Dangerous“ (1991) erreichten „nur“ jeweils an die 30 Millionen Stück; die erweiterte Hitsammlung „History“ (1995) setzte 18 Millionen Stück ab, Jacksons letztes Album „Invincible“ (2001) höchstens 12 Millionen. Am Abstieg (auf hohem Niveau) ist nicht die Krise der Tonträgerindustrie schuld, er spiegelt die künstlerische Relevanz Jacksons gut wieder.

Bis 1975 hatte Michael Jackson auch seine Soloplatten beim legendären Soul-Label Motown veröffentlicht, mit „Off The Wall“ (1979) wechselte er zur Plattenfirma Epic, die 1955 vom TV-Netzwerk CBS gegründet worden war. Wie alle CBS-Labels ging auch Epic 1988 an den Sony-Konzern. Bei ihm blieb Jackson, bestärkt durch den 1991 geschlossenen, mit 890 Millionen Dollar höchstdotierten Plattenvertrag aller Zeiten, der 15 Jahre gültig war. Ab April 2006 stand Jackson kurzfristig unter Vertrag beim Label „2Seas Records“, das dem Sohn des Königs von Bahrein gehört.

Kleinere Einkünfte bescherte Michael Jackson die Werbung für Pepsi-Cola: Die Firma zahlte ihm 12 Millionen Dollar für vier Spots, sie sponserte auch Jacksons Tourneen – bis 1993: Offiziell wegen vorzeitigen Tourabbruchs, wohl auch wegen des imageschädlichen Verdachts auf Kindesmissbrauch löste Pepsi den Vertrag auf.

Sein Vermögen investierte Michael Jackson u.a. 1988 in die damals über 28 Millionen Dollar teure „Neverland“-Ranch im kalifornischen Santa Ynez Valley, die er 2005 verließ, um sich im Golfstaat Bahrain niederzulassen, die er aber Gerüchten entgegen nicht verkaufte. Heute gehört sie einer Grundstücksfirma, an der Jackson beteiligt war.

In den Finanznöten der letzten Jahre geholfen hat Jackson sein 1985 erworbener 50-Prozent-Anteil an „Sony/ATV Music Publishing“: Dieser Verlag hält u.a. die Rechte an den Beatles-Songs. Aus Zorn über diesen Deal hatte Paul McCartney seinem einstigen Duettpartner („Say Say Say“, „The Girl Is Mine“) die Freundschaft gekündigt.

Wohl auch zur finanziellen Sanierung gedacht war die geplante Konzertserie in London ab Juli: Angesetzt waren 50 Shows, sie waren großteils schon ausverkauft. tk


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