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Jacksons Tod: Familie fordert Aufklärung

28.06.2009 | 10:02 |  (DiePresse.com)

Die Familie des Popstars hat eine zweite Autopsie von einem privaten Pathologen vornehmen lassen. Der Leichnam von Michael Jackson wurde an einen geheim gehaltenen Ort gebracht.

Während weltweit Millionen Fans weiter um Michael Jackson trauern, fordern die Eltern der Pop-Legende eine rückhaltlose Aufklärung seiner Todesumstände. "Die Wahrheit muss noch herauskommen", sagte der Vater Joe Jackson laut Medienberichten. Nach Angaben der "Los Angeles Times" hat Jacksons Familie eine zweite Autopsie von einem privaten Pathologen vornehmen lassen. Über die Ergebnisse wurde nichts bekannt. Derzeit ranken sich Spekulationen um die mutmaßliche Tablettensucht des Popstars und eine letzte Morphiumspritze, die er etwa eine halbe Stunde vor seinem Herzstillstand bekommen haben soll.

Gewalt als Todesursache schloss die Polizei nach der offiziellen Autopsie vorerst aus. Das endgültige Ergebnis der toxologischen Untersuchung soll in vier bis sechs Wochen vorliegen. Der Leichnam des legendären Sängers wurde vom gerichtsmedizinischen Institut in Los Angeles an einen geheim gehaltenen Ort gebracht. Auf Wunsch der Familie werde die Leichenhalle nicht genannt, sagte der Gerichtsmediziner Ed Winter: "Wir bitten darum, den Wunsch der Familie zu respektieren." Ort und Zeit einer Beerdigung waren weiter nicht bekannt.

Arzt als Zeuge

Jacksons Privatarzt Conrad Murray, der den Star ständig begleitete, hatte ihn nach dem Zusammenbruch wiederzubeleben versucht. Die Polizei beschlagnahmte später das Auto des Herzspezialisten.  Der Arzt wird von der Polizei nach einer dreistündigen Befragung als Zeuge, nicht als Verdächtiger betrachtet. Die Polizei bezeichnete der Kardiologen als kooperativ.

Familie erhebt Vorwürfe

Jacksons Familie erhob dagegen Vorwürfe gegen den Arzt. Der US-Bürgerrechtler Jesse Jackson, ein enger Freund der Familie, sagte am Samstag nach einem Besuch, die Angehörigen seien beunruhigt, weil sich Murray einem Gespräch mit ihnen entziehe. "Wann kam der Doktor? Was machte er? Gab er ihm eine Spritze? Und wenn ja, was für eine?", fragte Jackson. Ob die Polizei bereits mit dem Arzt gesprochen hat, blieb zunächst unklar.


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