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Jacksons Mutter soll Erbe verwalten

30.06.2009 | 09:31 |  (DiePresse.com)

Nach dem Sorgerecht für seine drei Kinder ist Jacksons Mutter Katherine auch die vorläufige Verwaltung der Güter des verstorbenen Popstars übertragen worden.

Im Streit um das Erbe von Popstar Michael Jackson ist eine vorläufige Entscheidung gefallen. Nach dem Sorgerecht für seine drei Kinder ist Jacksons Mutter Katherine auch die vorläufige Verwaltung seiner Güter übertragen worden. Richter Mitchell L. Beckloff vom obersten Gericht in Los Angeles entsprach am Montag (Ortszeit) einem entsprechenden Antrag der Anwälte der 79-Jährigen. Zu Jacksons Besitztümern gehören die Neverland-Ranch im US-Bundesstaat Kalifornien sowie die Rechte an mehreren Liedern der Beatles.

In einer weiteren Anhörung soll den Angaben zufolge eine längerfristige Regelung für die Vormundschaft über Jacksons Kinder Michael, Paris und Prince Michael II. sowie die Verwaltung von Jacksons Besitz getroffen werden. Bislang ist unklar, ob der King of Pop ein Testament hinterlassen hat. Seine Familie beteuert, dies sei nicht der Fall. Nach Medienberichten bewahrt aber einer von Jacksons Anwälten ein von dem Gestorbenen persönlich unterzeichnetes Testament auf.

Medikamente eingesammelt

Die Ermittlungen zur Todesursache des Superstars dauerten derweil an. Ed Winter, Gerichtsmediziner des Bezirks Los Angeles, hat Medikamente aus dem Haus des verstorbenen Popstars geholt. Winter erklärte, sie hätten die Medikamente aufgrund von Informationen eingesammelt, die die Polizei und die Gerichtsmedizin in den vergangenen Tagen gewonnen hätten. Weitere Angaben dazu, welche Medikamente eingesammelt und wo im Haus sie gefunden wurden, wollte Winter nicht machen. Die Ermittlungen würden wohl noch vier bis fünf Wochen dauern.

Der Anwalt von Jacksons Arzt hatte zuvor Vorwürfe zurückgewiesen, dem 50-Jährigen Jackson seien zu viele Schmerzmittel gegeben worden. Conrad Murray habe Jackson nie die Mittel Demerol oder OxyContin verschrieben, sagte Anwalt Edward Chernoff. "Nie. Und auch nicht an diesem Tag", sagte Chernoff der Nachrichtenagentur AP.

Familienanwalt McMillan sagte im NBC-Fernsehen, die Jacksons seien natürlich beunruhigt über Michaels Todesumstände. Der Sänger und Tänzer sei schließlich fit genug gewesen, für seine bevorstehenden Konzerte zu proben. Auf die Frage, ob die Familie von einem Verbrechen ausgehe, sagte er, diese Formulierung ginge zu weit.

Neues Jackson Video

Zwei Wochen vor seinem Tod hat Jackson nach Informationen der Nachrichtenagentur AP noch ein neues Video vollendet. An dem "Dome Projekt" wurde fünf Wochen lang in den Culver Studios gearbeitet, wie zwei mit dem Projekt vertraute Personen der AP sagten. Es könnte das letzte Video gewesen sein, das der "King of Pop" beaufsichtigte. Vier Sets wurde für das Video gebaut, darunter ein Friedhof, der an Jacksons Video "Thriller" erinnerte. Gedreht wurde vom 1. bis 9. Juni, Jackson sei die meiste Zeit dabei gewesen, hieß es.


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