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Michael Jackson hat den Tod vorausgeahnt

27.06.2009 | 19:12 |  (Die Presse)

Lisa Maria Presley schreibt in ihrem Internet-Tagebuch, dass ihr Ex-Mann Michael Jackson den Tod frühzeitig geahnt habe. Er fürchtete, auf die selbe Art zu sterben wie sein Ex-Schwiegervater - Elvis Presley.

Los Angeles. Während auch am Samstag Millionen Fans in aller Welt um Michael Jackson trauerten, berichtet seine Ex-Frau Lisa Maria Presley in einem Internet-Tagebuch, dass der Popstar seinen Tod schon frühzeitig geahnt habe. Und dass er Angst gehabt habe, genauso zu sterben wie ihr Vater Elvis – „auf seine Art und Weise“. Offizielle Todesursache von Elvis war 1977 Herzstillstand, möglicherweise verursacht durch Medikamentenüberdosis.

Todesart wie Elvis

Indessen gingen die Spekulationen über die Todesursache von Michael Jackson weiter. Der 50-Jährige hat Donnerstagnachmittag (Ortszeit) in Los Angeles einen Herzstillstand erlitten und ist in einem Spital gestorben. Eine erste Obduktion des Leichnams ergab keinen Anhaltspunkt auf eine Gewalteinwirkung. Es verdichteten sich aber die Hinweise, dass er an einer Medikamenten-Überdosis gestorben sein könnte. Die genaue Todesursache soll erst in vier bis sechs Wochen vorliegen. In den US-Medien häufen sich Berichte über einen langjährigen Medikamentenmissbrauch des Stars. Jackson habe zuletzt täglich eine Spritze mit dem morphiumähnlichen Medikament Demerol erhalten.

Leichnam an unbekannten Ort gebracht

Inzwischen wurde der Leichnam des Popstars an einen unbekannten Ort gebracht. Der stellvertretende Gerichtsmediziner Ed Winter sagte dem US-Nachrichtensender CNN, die Familie habe darum gebeten, die Leichenhalle nicht zu nennen. "Wir bitten darum, den Wunsch der Familie zu respektieren", sagte Winter. "Jeder trauert auf unterschiedliche Weise."

Jesse Jackson fordert unabhängige Autopsie

Der US-Bürgerrechtler Jesse Jackson hat eine unabhängige Autopsie der Leiche gefordert. Er sei der Ansicht, die Familie solle eine solche Autopsie veranlassen, sagte Jackson am Samstag dem Fernsehsender ABC. "Sie wird es wahrscheinlich auch machen." Der schwarze Pastor, ein bekannter Vorkämpfer für die Bürgerrechte, verbrachte nach eigenen Angaben nach dem Tod des Superstars den gesamten Freitag bei dessen Familie.

Pastor kritisiert Leibarzt

Jesse Jackson kritisierte gegenüber dem TV-Sender auch Michael Jacksons Leibarzt Conrad Murray. "Wann ist der Arzt gekommen? Was hat er gemacht? Hat er ihm eine Spritze gegeben und wenn ja, was für eine?" Durch sein Schweigen verstärke Murray die Zweifel an seiner Person, sagte Jackson, der trotz der Namensgleichheit mit Michael Jackson nicht verwandt ist. "Jeder andere Arzt hätte gesagt: 'Das habe ich in seinen letzten Stunden unternommen, ich war da.'" Der Mediziner schulde der Familie und der Öffentlichkeit Erklärungen, sagte der Bürgerrechtler.

 


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