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Doch keine Trauerfeier auf Neverland für Michael Jackson

02.07.2009 | 16:06 |  (DiePresse.com)

Die öffentliche Trauerfeier auf Jacksons Neverland Ranch wird nicht stattfinden. Die Polizei hat inzwischen die Drogenbekämpfungsbehörde um Unterstützung bei den Ermittlungen gebeten.

Auf Michael Jacksons Neverland Ranch wird es doch keine öffentliche Trauerfeier für den verstorbenen Popstar geben. Einen anderen Ort, wo die Fans stattdessen von Jackson Abschied nehmen können, nannte die Familie zunächst noch nicht. Als wahrscheinlich galt eine Trauerfeier in Los Angeles. Die US-Drogenbekämpfungsbehörde (DEA) schaltete sich unterdessen in die Untersuchungen zum Tod Jacksons ein.

Die Polizei von Los Angeles hat die Behörde um Unterstützung gebeten, unter anderem könnten die behandelnden Ärzte und deren Zulassung überprüft werden. Im Zusammenhang mit Jacksons Tod am vergangenen Donnerstag wird über Medikamentenmissbrauch spekuliert.

Keine Engagements wegen Schmerzmittel

Zwei frühere Vertraute Jacksons in Großbritannien erklärten, sie hätten ihn vergeblich vom Schmerzmittelmissbrauch abbringen wollen. Er sei aus seinem Umfeld allerdings ständig weiter damit versorgt worden. "Wenn Michael nach etwas verlangt hat, hat er es bekommen. Das war die große Tragödie", sagte der persönliche Freund des Sängers, Uri Geller. Er habe sich vor einigen Jahren deswegen fürchterlich mit Jackson gestritten.

Jacksons Exleibwächter Matt Fiddes sagte, manchmal habe der Sänger so viele der verschreibungspflichtigen Mittel genommen, dass es schwierig gewesen sei, ihn für Engagements zu wecken. Er und Geller hätten Jackson Medikamente abgenommen, sagte Fiddes am Donnerstag im Sender Sky News. Der Popstar selbst habe seinen Zustand nicht wahrnehmen wollen und den beiden vorgeworfen, sich in sein Privatleben einzumischen.

Kinder kommen zu Oma oder Diana Ross

Ein anderes Rätsel - das weitere Schicksal seiner Kinder - ist seit Mittwoch geklärt: Falls seine 79-jährige Mutter Katherine das Sorgerecht für die drei Kinder nicht wahrnehmen könnte, sollte laut Testament Sängerin Diana Ross einspringen. Ross war seit der Zeit der "Jackson 5" in den 1960er Jahren mit Jackson befreundet. Sein Vater Joe und seine Ex-Frau Debbie Rowe werden in Jacksons Testament hingegen nicht erwähnt - weder in Bezug auf die Kinder noch hinsichtlich des Erbes.

Schon eine Woche nach dem Tod des "King of Pop" scheint der Streit um das Erbe des Musikers zu eskalieren. Die zwei von Jackson benannten Testamentsvollstrecker haben übereilte Schritte der Familie kritisiert, die schon am Montag die Vollmacht über rund 2.000 Gegenstände dem Vermögen des Sängers erwirkt hatte. "Ein Rennen zu den Gerichten ist wirklich ungebührlich", sagte ein Anwalt der Testamentsvollstrecker, Paul Gordon Hoffman.

Viele unveröffentlichte Songs hinterlassen

Der "King of Pop" Jackson hinterließ offenbar eine große Anzahl bisher unveröffentlichter Aufnahmen. "Es gibt Dutzende und Dutzende Songs, die es nicht in eines seiner Alben geschafft haben", sagte der ehemalige Chef von Sony Music, Tommy Mottola. Zu dem noch unveröffentlichten Material zählen den Angaben zufolge erst kürzlich aufgenommene Songs mit dem R&B-Sänger Akon und dem Frontman der Black Eyed Peas, will.i.am.


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