Knapp drei Wochen nach Michael Jacksons Tod konzentrieren sich die Ermittlungen der Polizei auf zwei Vertrauensärzte des Popstars: Zum einen auf seinen Leibarzt Conrad Murray, der zum Zeitpunkt des Todes bei Jackson war. Murray soll, wie tmz.com berichtet, Jackson immer wieder das Narkosemittel Propofol verabreicht haben, das normalerweise nur von Anästhesisten bei Operationen verwendet werden darf.
Laut „tmz" gebe es Beweise, dass Jackson von Murray auch eine halbe Stunde vor seinem Herzstillstand am 25. Juni Propofol injiziert bekam. Sollte sich bestätigen, dass Murray dafür verantwortlich ist und dass das Mittel den Herzstillstand ausgelöst hat, könnte er wegen Totschlags angeklagt werden. Der Obduktionsbericht, der darüber Aufschluss geben soll, dürfte Ende dieser oder Anfang nächster Woche fertig sein.
Weiters interessiert sich die Polizei dafür, warum Murray erst 30 Minuten nach Jacksons Herzstillstand die Rettung gerufen hat. Murray begründet das damit, dass er die genaue Adresse des Hauses, das Jackson gemietet hat, nicht gekannt habe. Bis zum Eintreffen der Rettung hat er versucht, den Sänger wiederzubeleben.
Verdächtig macht sich auch Arnold Klein, Jacksons Hautarzt und Vertrauter, der nicht mit den Behörden kooperiert: So verweigert er die Herausgabe der kompletten Krankenakte seines prominenten Patienten und hat nur Teile davon an die Polizei weitergegeben.
Schon einmal hat er die Kooperation verweigert: 1993, als gegen Jackson wegen Kindesmissbrauchs ermittelt wurde. Damals ging es darum, ob Klein dem Sänger eine Salbe verschrieben hatte, die seiner Haut alle dunklen Pigmente entzog, sprich: weiß färbte. Der Bub, der Jackson wegen Missbrauchs verklagen wollte, hatte angegeben, dass die Haut des Sängers im Genitalbereich gefleckt gewesen sei - eine Folge der Hautkrankheit Vitiligo, an der Jackson litt. Als die Ermittler nachforschen wollten, ob Jackson von Klein eine Salbe verlangt hatte, um seine Haut komplett weiß zu färben (und damit den Verdacht gegen ihn zu entkräften), hielt Klein die Akte unter Verschluss. Jackson blieb eine Anklage erspart, weil er sich mit dem Buben außergerichtlich einigte und eine 20-Millionen-Dollar Abfindung zahlte.
Unterdessen dürfte der Sorgerechtsstreit um Jacksons drei Kinder geklärt sein: Einem Bericht des Senders ABC zufolge bleiben die Kinde bei Jacksons Mutter Katherine. Jacksons Ex-Frau Debbie Rowe, Mutter der zwei älteren Kinder, hat offenbar auf das Sorgerecht verzichtet und soll dafür eine Abfindung von drei bis fünf Millionen Dollar bekommen haben.