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Polizei durchsucht Klinik von Michael Jacksons Hausarzt

22.07.2009 | 21:11 |  (DiePresse.com)

Die Polizei von Los Angeles und Ermittler der US-Drogenbekämpfungs-Behörde suchten in der Klinik nach Hinweisen auf fahrlässige Tötung. Zudem forderten sie von dem Mediziner weitere Unterlagen an.

Die Polizei von Los Angeles und Ermittler der US-Drogenbekämpfungsbehörde (DEA) haben die Klinik von Michael Jacksons Hausarzt nach Hinweisen auf fahrlässige Tötung durchsucht. Zugleich forderten die Ermittler von dem Mediziner Conrad Murray weitere Patienten-Unterlagen an, wie Murrays Anwalt bestätigte. Der Kardiologe gilt als eine Schlüsselfigur bei den Ermittlungen über die Umstände von Jacksons Tod am 25. Juni.

Die Ermittler beschlagnahmten bei der etwa zweieinhalbstündigen Durchsuchung der Armstrong Medical Clinic in Houston eine "forensische Aufnahme" von einer Computer-Festplatte sowie 21 Dokumente, wie Murrays Anwalt Edward Chernoff auf der Webseite seiner Kanzlei mitteilte. Zuvor hatte Chernoffs Sprecherin Miranda Sevcik der Nachrichtenagentur AP gesagt, die Kanzlei sei von der Durchsuchung überrascht worden. Die Ermittler hätten nach Unterlagen und nicht nach Medikamenten gesucht, erklärte Sevcik, ohne weitere Einzelheiten zu nennen.

Chernoff betonte zuvor, Murray sei selbst an einer Aufklärung interessiert und arbeite mit den Ermittlern zusammen. Dessen Beschreibung der letzten Tage in Jacksons Leben beweise, dass den Kardiologen keine Schuld treffe. Murray habe dem Popstar keine Medikamente verabreicht, die zu dessen Tod geführt hätten, erklärte Chernoff. Daher sei der Arzt frustriert über eine negative Berichterstattung, die dazu geführt habe, dass er rund um die Uhr von einem Leibwächter geschützt werden müsse, belästigt werde und nicht in seiner Praxis arbeiten könne.

Der Arzt hatte sich zum Zeitpunkt von Jacksons Tod in dessen Haus aufgehalten und vergeblich versucht, den Sänger wiederzubeleben. Jacksons Vater Joe hat schwere Vorwürfe gegen Murray erhoben. Die Ermittler haben Murray bereits zweimal vernommen, aber betont, dass dieser als Zeuge und nicht als Verdächtiger gelte.

Nach Jacksons Tod wurde in seinem Haus das starke Sedativum Propofol gefunden, woraufhin es Spekulationen über einen möglichen Arzneimittelmissbrauch gab. Die Ergebnisse einer zweiten Autopsie werden für die kommende Woche erwartet.


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