In den Ermittlungen zum Ableben von Michael Jackson wird der Privatarzt des Sängers jetzt offiziell als Verdächtiger geführt. Das geht US-Medienberichten zufolge aus zwei Durchsuchungsbefehlen hervor, die am Donnerstag (Ortszeit) bei einem Gericht im texanischen Landkreis Harris vorgelegt wurden. Aufgrund dieser gerichtlichen Anordnungen hatten Ermittler bereits am Mittwoch die Praxis und einen Lagerraum von Jacksons Privatarzt Conrad Murray durchsucht und zahlreiche Unterlagen beschlagnahmt.
Seit Mai bei Jackson angestellt
Nach Angaben der "Los Angeles Times" vom Freitag heißt es in dem Durchsuchungsbefehl, die Ermittler suchten nach "Belegen für ein Tötungsdelikt, die darauf hinweisen, dass Dr. Conrad Murray die besagte Straftat begangen hat". Bisher hatte die Polizei den Kardiologen ausdrücklich nicht als Beschuldigten geführt. Er war seit Mai bei Jackson angestellt und hatte noch versucht, den Sänger nach dessen Zusammenbruch am 25. Juni wiederzubeleben.