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Xavier Naidoo in Wien: "Ich tendiere zur Opulenz"

05.11.2009 | 11:55 |  (DiePresse.com)

Der deutsche Sänger ist mit seinem neuen Dreifach-Album auf Tour und absolviert zwei Auftritte in Wien: Solo und mit den Söhnen Mannheims. Naidoo hält die Österreicher für "verwegen und kühn".

Xavier Naidoo gastiert in Wien: In der Wiener Stadthalle erschien der 38-Jährige am Mittwoch allein und badete im Jubel seiner Fans, bevor die ersten Piano-Klänge des Songs "Mut zur Veränderung" erklangen. Nach zwei akustischen Strophen fiel der weiße Vorhang auf der Bühne und gab das opulente Setting für das Konzert frei. Der 38-Jährige tourt anlässlich seines neuen, aus drei CDs bestehen Albums "Alles kann besser werden" durch die Lande. Nach seinem Solo-Konzert am Mittwoch ist Naidoo am Donnerstag noch einmal mit seiner Combo Söhne Mannheims in Wien zu sehen.

Zu Wien hat er eine besondere Beziehung: Hier habe er seine allerersten Videos gedreht habe, sagte der Sänger. Aufgrund der Erfahrungen von damals sei er zu dem Schluss gekommen, dass "Österreicher verwegen und kühn" seien.

Kein Problem mit YouTube

Dass er in Zeiten der Krise ein Dreifach-Album auf den Markt gebracht hat, sei weder ein Marketing-Gag noch eine Budget-Überforderung seiner Fans: "Ich versuche den Menschen etwas für ihr Geld zu geben, ich tendiere zur Opulenz", so der Musiker.OutlineBild

Von illegalen Musik-Downloads fühlt er sich nicht bedroht. In Zeiten von YouTube freue er sich darüber, dass es bei seinen Songs über eine Million Klicks gebe. "Vielleicht kommt ja die Zeit, wo YouTube ein oder zwei Cent pro Klick zahlt, oder zehn Cent", so Naidoo.

Doppelkonzerte keine Doppelbelastung

Dass er Solokonzerte gibt und mit den Söhnen Mannheims auftritt, sei keine Doppelbelastung: "Wir haben die Shows so gebaut, dass wir uns gut regenerieren können. Es ist fast wie eine Open Air-Tour, wo man nur an Wochenenden spielt", so Naidoo. Für die Zukunft kann er sich vorstellen, "dass unser Konglomerat zirkusmäßig unterwegs" ist. "Dass wir drei bis vier Wochen an einem Ort bleiben und in einer kleinen Location spielen".OutlineBild

Dass die Solo-Auftritte einfacher sein würden als die Auftritte mit den Söhnen Mannheims, habe er sich anfangs gedacht, "aber das war weit gefehlt". "Es ist dauernd jemand da, der frisch und voller Energie auftritt, währenddessen bin ich am Tanzen. So kommt es, dass ich am Ende jeder Show mehr Wasser verloren habe als bei meinen Einzelauftritten."

"Ich verfolge mein Ding"

Dass er als einer der erfolgreichsten deutschen Musiker am Zenit der Möglichkeiten angekommen ist, zählt für Naidoo nicht. Eine Neuorientierung im Sinne eines Genre-Wechsels sei nicht geplant: "Ich verfolge mein Ding. Ich wollte immer meine Musik machen."

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