Dass man Moderatorin Claudia Stöckl auf einem Cover lächelnd sieht, ist keine Seltenheit. Das trifft auch auf das aktuelle Titelbild eines bekannten Wochenmagazins zu - Nur diesmal in Zusammenhang mit "bad News": "Spendenaffäre um ORF-Star Claudia Stöckl" titelt das Blatt. "Die Ö3-Lady sammelt für arme Kinder in Afrika. Hilfsgelder wurden unterschlagen. Unter Verdacht: ein Vertrauter", heißt es am Cover weiters.
Die Staatsanwalt ermittelt dem Bericht zufolge gegen den früheren Obmann des Spendenvereins "Tesfaye - Hoffnung für äthiopische Kinder", "einen engen Vertrauten Stöckls". Die ORF-Moderatorin und Schwimmer Markus Rogan waren Aushängeschilder des Patenschaftsprojekts für Not leidende Kinder in Äthiopien. Der konkrete Vorwurf: Statt 26 Euro, die pro Monat von gespendeten 27 Euro an das Patenkind gehen sollten, kamen "News" zufolge über eine bestimmte Zeit "nur 16 Euro an".
Stöckl nimmt in der Tageszeitung "Österreich" Stellung: "Ich hatte beim Verein Tesfaye keinerlei operative Funktion, sondern bin vor allem geschädigte Patin. Daher ist mir die lückenlose Aufklärung des Falls besonders wichtig. Deshalb bin ich auch nach Addis Abeba gereist, um vor Ort zu recherchieren. Diese Recherchen hatten zur Folge, dass ich, wie Markus Rogan und 23 geschädigte äthiopische Familien, bei der Staatsanwaltschaft Äthiopien Anzeige gegen zwei Mitarbeiter wegen Verdachts auf Spendenveruntreuung erstattet habe. Ich bedaure sehr, dass meine karitative Arbeit durch die veruntreuten Spendengelder von Tesfaye verunglimpft wird. Der Skandal muss aufgeklärt werden."