Sieben Monate nach der Hochzeitsfeier von Topmodel Gisèle Bündchen und ihrem Mann Tom Brady in Costa Rica ist ein Leibwächter unter dem Verdacht festgenommen worden, am Rande des Festes auf den Wagen zweier Fotografen geschossen zu haben. Polizisten durchsuchten am Donnerstag die Büros einer Sicherheitsfirma in San Jose, die Bodyguards für die Hochzeitsfeier im April gestellt hatte. Ein verdächtiger Mitarbeiter wurde abgeführt.
Klage gegen Bündchen und Brady
Der AFP-Fotograf Yuri Cortez und sein costaricanischer Kollege Rolando sowie die Nachrichtenagentur AFP hatten wegen des Vorfalls am 4. April diesen Jahres Klage gegen Bündchen und Brady eingereicht.

No Pictures! Und Sch(l)uss
Laut Klageschrift waren die Fotografen am Rande der Hochzeits-Nachfeier in Costa Rica von Leibwächtern bedroht worden, nachdem sie das Fest von einem Nachbargrundstück aus fotografiert hatten. Sie seien gezwungen worden, auf Bündchens und Bradys Grundstück zu fahren und hätten dort ihre Filme und Speicherchips abgeben sollen. Nach ihrer Weigerung habe einer der Sicherheitsmänner versucht, ihnen die Kameras zu entreißen. Als die beiden Fotografen mit ihrem Wagen davonfuhren, habe ein Bodyguard auf ihr Fahrzeug geschossen. Eine Kugel habe die Heckscheibe durchschlagen und die Köpfe der Fotografen nur knapp verfehlt.

Fahrlässige Personalauswahl
Die Kläger machen das brasilianische Fotomodell und den Football-Star für den Vorfall verantwortlich. Sie hätten den Leibwächtern erlaubt zu schießen und seien zudem bei der Auswahl ihres Sicherheitspersonals "fahrlässig und unvorsichtig" gewesen.