Richard Lugner steht kurz vor seinem Opernball-Waterloo. Am Dienstag, den 9. Februar, musste der Baumeister kurzfristig alle Termine seines geplanten Gastes Lindsay Lohan für Mittwoch absagen. Der Grund: Das US-Starlet hat gegen ihre Bewährungsauflagen verstoßen und darf die USA vorerst nicht verlassen. Lugner ging aber davon aus, dass es die Amerikanerin doch noch bis zum Ball nach Wien schaffen sollte. Zusätzlich sorgten delikate Bilder von seiner Freundin Anastasia für Wirbel.
"Überraschungsgast" im Köcher
Über eine endgültige Absage von Lindsay Lohan wollte Lugner vorerst "gar nicht erst nachdenken". "Wir gehen davon aus, dass sie am Donnerstag da sein wird", sagte der Baumeister. Außerdem habe er sowieso noch einen "Überraschungsgast" im Köcher.
Notplan im Eiltempo
Am Donnerstag, den 11. Februar, soll Lohan laut Lugner um 17.00 Uhr zu einem Kurzauftritt in die Lugner City, um 19.00 Uhr sieht der Notplan ein Fotoshooting vor. Ihren Auftritt in dem Wiener Club Cameo muss die Amerikanerin nach dem Ball absolvieren. "Sie ist ihnen vertraglich verpflichtet", meinte Lugner.

"Schmuddel-Katzi"
Damit aber nicht genug des Ärgers: Kurz vor dem Ball sind delikate Bilder aufgetaucht, die Lugner-Freundin "Katzi" mehr und weniger offenherzig auf einer Homepage eines "Entspannungs-Lokals für Männer" in Wien zeigen. Gerüchte, dass Anastasia in dem Etablissement nicht nur für Bilder posiert hat, wies der Baumeister "nach mehreren Aussprachen" zurück: "Anastasia hat nicht als Call-Girl gearbeitet".

Einstweilen gehen die Vorbereitungen zum Opernball in die Zielgerade. Rund 650 Arbeiter werken seit Montagabend daran, das Innere der Wiener Staatsoper zum schönsten Ballsaal der Welt zu verwandeln. Und wie immer drängt die Zeit, bereits am Mittwochabend muss die Metamorphose bei der Generalprobe abgeschlossen sein.
Aufwendiger Umbau
"Insgesamt sind es mehr als 12.000 Arbeitsstunden", sagte Walter Renner von den Bundestheatern. 70 Lkw-Fuhren sind nötig, um die über sieben Meter hohen Elemente für den Aufbau der Bühnenlogen zu transportieren. Vor der Oper wird wieder ein "VIP-Zelt" errichtet. Ein Team von 40 Mann ist allein damit beschäftigt, das pompöse Entree vor dem Sangeshaus aufzubauen. Ob alles geklappt hat, erfahren die Verantwortlichen dann am Donnerstag in der Früh.