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Dachboxen: Nicht immer dicht und schlechte Sicherung

19.11.2009 | 14:53 |  (DiePresse.com)

Der ÖAMTC hat acht Dachboxen für Pkw einem Test unterzogen: Ein "Sehr gut" hat der Club nicht vergeben. Die Ladungssicherung bleibt die Schwachstelle bei den Dachboxen.

Rechtzeitig vor Beginn der Schisaison hat der ÖAMTC Dachboxen getestet. "Es gibt weder ein Produkt, vor dem dringend abzuraten ist, noch einen herausragenden Sieger", sagte ÖAMTC-Techniker Steffan Kerbl. Allerdings seien höherpreisige Produkte besser verarbeitet und würden mit durchdachten Detaillösungen punkten - unhinterfragt besser als günstige Produkte seien sie deshalb aber nicht, hieß es am Donnerstag.

Untersucht wurden acht Modelle mit einem Fassungsvermögen zwischen 300 und 520 Litern der Preisklassen 165 bis 360 Euro. Das Ergebnis: "Sehr gut" gab es keines. Vier Boxen - Thule Pacific 600, Kamei Delphin 340 K, Atera Carver II 440, ATU Jetbag 450 Allround - wurden mit "Gut" beurteilt. Ein "Befriedigend" gab es für Neumann Whale 520, Thule Ranger 500 und Hapro Roady 450. Lediglich ein "genügend" erreichte MontBlanc Vista 380. Getestet wurde in extremen Fahrsituationen bei voller Beladung; in Einzeltests wurden Dichtheit bei Regen, Verarbeitung und Handling untersucht.

Enttäuscht haben Mont Blanc Vista 380 und Neumann Whale 520 mit Wassereintritt. Bei der Dichtheitsprobe schnitt die Ranger von Thule am schlechtesten ab. Wasser sickerte in den Innenraum. "Für den Transport von Kleidung und feuchtigkeitsempfindlichen Gegenständen absolut ungeeignet", urteilt der ÖAMTC-Experte.

Wer auf Diebstahlsicherheit Wert legt: Die Boxen von Neumann, Hapro und MontBlanc verfügen laut dem ÖAMTC über recht robuste Metallverschlüsse, die anderen Testmodelle sind durch Kunststoffverschlüsse gesichert. Vor dem Kauf sollte man testen, ob das Modell "den persönlichen Ansprüchen" wie z. B. bei den Verschlüssen und bei der Größe gerecht wird.

Schwachstelle Ladungssicherung

Das Thema Ladungssicherung ist die Schwachstelle bei allen getesteten Dachboxen. Reicht es für den normalen Fahrzustand aus, so kann es bei harter Belastung wie Vollbremsungen oder Ausweichmanövern zu bösen Überraschungen kommen. Nur die Whale von Neumann fällt hier im Extremtest positiv auf, da sehr hochwertige Gurte mit Metallschloss mitgeliefert werden. Allerdings sind die Kunststoffösen der Box bei höheren Belastungen überfordert und reißen aus. Diese Schwäche zeigt sich – bis auf die Atera mit ihren vernieteten Metallösen – bei allen getesteten Modellen.

Bei der Mont Blank durchtrennt die scharfe Kante der Befestigung beim Crashversuch sogar den Gurt. Die Kamei Delphin 340 K, die eigentlich ein gutes Gesamterscheinungsbild liefert, versagt im Crashtest mit ihren billig wirkenden Spanngurten und Kunststoffschlössern. Und Hapro Roady hat keine Spanngurte in der Serienausstattung – das bedeutet die rote Laterne beim Ladungsicherungstest.


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