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Auto: Ist der Hybridantrieb eine Zukunftstechnologie?

22.11.2009 | 12:58 |  (DiePresse.com)

BMW baut sein Angebot an Hybrid-Fahrzeugen aus. Bei VW und Audi gibt es scheinbar Unstimmigkeiten, die Ingolstädter halten Hybrid nur für eine Brückentechnologie.

Für Audi-Chef Rupert Stadler ist es eindeutig. "Hybridmotoren werden eine Brückentechnologie sein, und auf den Elektroantrieb werden wir noch mehr als fünf Jahre warten müssen, bis dort wirklich die ersten großen Volumina sichtbar sind", sagte er der "Süddeutschen Zeitung". "Die neuen Antriebe sind eher eine Frage für die Zukunft, denn heute, morgen und übermorgen wird eine Vielzahl von Kunden noch mit Benzinern und Dieselmotoren fahren." Auch bei diesen Antrieben gebe es noch zahlreiche Verbesserungsmöglichkeiten.

Laut einem Bericht des Nachrichtenmagazins "Der Spiegel" zanken sich Volkswagen und die Tochter Audi über die Strategie bei umweltfreundlichen Motoren. Angeblich werfen Top-Manager des VW-Konzerns den Ingolstädtern vor, sie würden Gefahr laufen, wichtige Entwicklungen zu verpassen. Frühestens 2011 könnten Kunden den neuen Audi A8 mit Hybridmotor kaufen. Die Konkurrenz BMW und Mercedes hat den Hybridantrieb in der Oberklasse bereits am Markt. Ein Audi-Sprecher sagte, die in dem Magazin genannten Vorwürfe entbehrten jeder Grundlage. Strategie von Audi sei, die technisch beste Lösung für die Kunden zu bieten, und nicht, der erste zu sein.

BMW: 5er und 3er als Hybrid

BMW strebt hingegen eine Hybrid-Offensive an. "BMW wird nicht nur den 7er, sondern auch den nächsten 5er und den nächsten 3er als Hybrid anbieten. Und wenn ich von Hybrid spreche, dann meine ich einen sogenannten Vollhybriden, mit dem man auch kürzere Strecken rein elektrisch fahren kann", so BMW-Chef Norbert Reithofer gegenüber der "Wirtschaftswoche". Wo immer es sinnvoll sei, wolle BMW dabei mit anderen Herstellern kooperieren. "Ich bin der Meinung, dass nicht jeder Hersteller die nötigen Technologien neu erfinden sollte", so Reithofer.    

Bei der Entwicklung des Elektroautos drängt laut Reithofer aus Wettbewerbsgründen die Zeit: "Wenn ich mir China anschaue, dann kann es sein, dass das Land jetzt sehr zügig in Richtung Elektromobilität geht. Dann müssen wir bereit sein." Er fordert staatliche Gelder für die Entwicklung und den Verkauf von Elektroautos. Bei der Umsetzung der Klimaziele müsse die Politik dafür sorgen, "dass der Kauf von Elektroautos gefördert wird", sagte der Manager. Ansonsten werde zum Start die Nachfrage nicht groß genug sein. Außerdem müsse der Staat mit Forschungsförderung die Entwicklung von Elektrofahrzeugen unterstützen.


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